Aufräumarbeiten nach Tornado - Häuser weiter unbewohnbar
Bäume landen in fremden Gärten, Trümmer stapeln sich – die Folgen des Tornados sind in Mittelhessen noch deutlich zu spüren.
Solms (dpa/lhe) - Nach dem Tornado in Mittelhessen laufen die Aufräumarbeiten. Teilweise seien Bäume in Gärten geweht worden, von denen gar nicht klar sei, woher sie stammten, sagte die Bürgermeisterin von Solms im Lahn-Dill-Kreis, Katharina Didlapp: «Keiner kann mehr sagen, was wem gehört.» Zwei Häuser seien wegen großer Schäden nicht zu bewohnen. Für zwei Familien seien Notunterkünfte bereitgestellt worden.
Wenn man die Schäden betrachte, den der Tornado am Mittwochabend verursacht hat, sei es ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei, sagte Didlapp. Die Höhe des Schadens sei noch unklar, er liege wohl mindestens im oberen sechsstelligen Bereich.
«Es bleibt noch viel zu tun»
Es gebe zahlreiche auch kleinere Schäden etwa an Gartenhütten und Zäunen, sagte Didlapp. Die Stadt habe Container aufgestellt, um die Anwohner und Anwohnerinnen bei der Entsorgung von Trümmern zu unterstützen. «Es bleibt noch viel zu tun», sagte die Bürgermeisterin.
Der Tornado fegte nach Erkenntnissen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) durch den Großraum Wetzlar, im Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen wurden etwa 60 Häuser beschädigt. In Solms traf es laut Didlapp insgesamt etwa ein Dutzend Häuser. Auch andernorts in Hessen hatten Unwetter Schäden verursacht.