Ignatz Bubis-Gemeindezentrum

Ausstellung zeigt Neubeginn der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit Zeitzeugeninterviews, Fotos und Dokumenten zeigt eine Ausstellung die jüngere Geschichte der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Die Gemeinde war vor 75 Jahren wieder begründet worden. Die Ausstellung mit dem Titel «Auf Leben» ist von diesem Mittwoch an bis zum 26. Mai 2024 im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum zu sehen.

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Sie will nach Angaben der Gemeinde zeigen, wie nach dem Holocaust wieder ein vielfältiges, plurales jüdisches Leben entstand. Erstmals öffentlich gezeigte Exponate und Fotografien aus Privatarchiven von Gemeindemitgliedern sollen persönliche und überraschende Einblicke eröffnen, hieß es bei der Vorbesichtigung am Dienstag.

Zu sehen sind acht chronologisch angelegte Kapitel im Erdgeschoss und vier thematische Kapitel im Obergeschoss. Ein Interviewprojekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ergänzt die Präsentation. In der Video-Installation kommen Gemeindemitglieder zu Wort, die über ihre eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven sprechen. Die Ausstellung umfasst zudem eine sogenannte Topographie - eine umfangreiche Übersicht über jüdisch geprägte Orte der Stadt.

Der Ausstellungstitel «Auf Leben» ist bewusst mehrdeutig. Der Begriff stecke in einem verbreiteten Trinkspruch («Auf das Leben»), eröffne aber zudem vielfältige Bedeutungsräume, berichtete die Gemeinde: «Widerstand und Selbstbehauptung, Trotz und Mut lassen sich ebenso assoziieren das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens nach 1945.»