Kriminalität

Bankangestellte verhindert Enkeltrick-Betrug

Dass Großeltern ihren Enkeln auch mit größeren Summen aus misslichen Lagen helfen wollen, wird von Betrügern ausgenutzt. In Darmstadt konnte eine Bankangestellte Schlimmeres verhindern.

Ein Telefonhörer ist vor einem Plakat der Polizei mit der Aufschrift «Achtung: Hier spricht NICHT die Polizei» zu sehen. Foto: Martin Gerten/dpa
Ein Telefonhörer ist vor einem Plakat der Polizei mit der Aufschrift «Achtung: Hier spricht NICHT die Polizei» zu sehen.

Darmstadt (dpa/lhe) - Eine Darmstädter Bankangestellte hat verhindert, dass ein Mann bei einem Enkeltrick-Betrug um mehrere Zehntausend Euro betrogen wird. Drei verdächtige Frauen wurden vorläufig festgenommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

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Ein 75-jähriger Mann aus Darmstadt habe am Montag einen Schockanruf erhalten, bei dem ihm erzählt wurde, seine Enkelin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Der zunächst unbekannte Anrufer gab sich wohl als Staatsanwalt aus und forderte eine Kaution von 120.000 Euro, um eine Haftstrafe der Enkelin abzuwenden. Nach Polizeiangaben bot der 75-Jährige dem mutmaßlichen Betrüger einen Teilbetrag von mehreren Zehntausend Euro an und hob diesen bei seiner Bank in Darmstadt ab. Daraufhin alarmierte eine Bankangestellte die Polizei.

Beamte beobachteten die Geldübergabe in der Frankfurter Innenstadt und nahmen dann drei verdächtige Frauen im Alter von 15, 25 und 33 Jahren vorläufig fest. Bei der Durchsuchung der Wohnung einer der drei Frankfurterinnen wurden Bargeld, mehrere Mobiltelefone und SIM-Karten gefunden. Ob es sich bei einer der verdächtigen Frauen auch um den Anrufer handelt, ist Teil der Ermittlungen.

In ihrer Mitteilung warnte die Polizei erneut vor Betrügern, die am Telefon Wertsachen oder Bargeld fordern, um einem Familienmitglied aus einer schlimmen Situation zu helfen, und riet, keine Auskunft über persönliche Daten und Vermögenswerten zu geben. Erhalte man einen Enkeltrick-Anruf, solle man das Gespräch beenden und die Polizei informieren.