Gericht

Öl gegen Bankhochhaus: Geldstrafe für Klima-Aktivist

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen einer Protestaktion vor dem Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt mit Sachbeschädigung ist ein 54 Jahre alter Mann zu 1800 Euro Geldstrafe (60 Tagessätze) verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt minderte am Montag jedoch die ursprünglich in einem Strafbefehl verhängte Strafe von 3000 Euro, weil der Angeklagte mittlerweile arbeitslos ist.

Der 54-Jährige hatte sich im April 2022 an einer Aktion der «Letzten Generation» im Frankfurter Bankenviertel beteiligt, bei der unter anderem mehrere Fässer Öl gegen die Fassade des Commerzbank-Hochhauses gespritzt worden waren. Die Reinigungskosten beliefen sich laut Staatsanwaltschaft auf rund 6300 Euro.

Vor Gericht räumte der Angeklagte den Vorwurf ein, wies aber auf seine angespannten finanziellen Verhältnisse hin. Der Amtsrichter setzte die Höhe des Tagessatzes daraufhin entsprechend herab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.