Bielefelds Geschäftsführer über Fan-Krawalle: Geht zu weit
Wiesbaden (dpa) - Arminia Bielefelds Geschäftsführer Christoph Wortmann hat den skandalösen Auftritt der Fans des Fußball-Zweitligisten beim Relegations-Hinspiel in Wiesbaden scharf verurteilt. «Bei allem Frust und aller Enttäuschung, die ich nachvollziehen kann, geht das, was hier passiert ist, zu weit. Da reden wir auch über mögliche Körperverletzungen», sagte Wortmann am Freitagabend nach dem 0:4 der Ostwestfalen beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.
Ähnlich wie Vereinsidol Fabian Klos und Trainer Uwe Koschinat sah Wortmann die Ursache für die schweren Ausschreitungen, die fast zu einem Spielabbruch geführt hätten, aber bei den Profis. «Ich kann mich bei den Fans nur für die Leistung der Mannschaft entschuldigen. So kann man ein Spiel nicht angehen», kritisierte er den blamablen Auftritt.
Wortmann kündigte zugleich an, dass der Verein vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag den Dialog mit den Anhängern suchen werde. «Wir werden mit den Vertretern der Fans reden und hoffen, dass wir in Bielefeld ein Spiel hinbekommen, bei dem wir positive Stimmung erzeugen können. Wir werden alles versuchen, dass Arminia Bielefeld nicht noch einmal solch ein Gesicht auf und neben dem Platz zeigt», sagte der 46-Jährige.