Brauchtum

«Bleib verspielt»: Drei Tage närrisches Treiben in Basel

In Deutschland ist schon alles vorbei, in der Schweiz geht es jetzt erst richtig los. Mehr als 200.000 Schaulustige wollen bei der figurenreichen «Fasnacht» in Basel «drei scheenschte Dääg» feiern.

Fasnächtler ziehen mit bunten und teils furchteinflößenden Masken beim Morgenstreich durch die Straßen. Foto: Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa
Fasnächtler ziehen mit bunten und teils furchteinflößenden Masken beim Morgenstreich durch die Straßen.

Basel (dpa) - In Basel haben die Narren wieder die Lichter der Stadt gelöscht und am frühen Morgen die traditionsreiche Fasnacht eingeläutet. Tausende Fasnächtler zogen mit bunten und teils furchteinflößenden Masken beim sogenannten Morgenstreich durch die völlig abgedunkelte Straßen. Sie hielten meterhohe beleuchtete Laternen in der Hand und wurden von Trommlern und Pfeifern mit Piccoloflöten begleitet.

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Der stimmungsvolle Umzug in der Schweizer Stadt bildet den Auftakt der «drei schönsten Tage», im Dialekt «Die drei scheenschte Dääg». Das Motto der 72 närrischen Stunden, die die Stadt an der deutschen Grenze in einen Ausnahmezustand versetzen, ist in diesem Jahr «Bleib verspielt». 

200.000 Besucher erwartet

Mit den Bildern auf den Laternen nehmen die Fasnachtsvereine wie bei den Umzügen zum Karneval in Deutschland die aktuelle Politik und gesellschaftliche Entwicklungen aufs Korn.

Die Stadt rechnet wie in vergangenen Jahren mit rund 200.000 Besuchern des Spektakels, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

Wie die meisten Fasnachtsbräuche ist die Basler Fasnacht keltischen und germanischen Ursprungs. Erklärtes Ziel ist unter anderem das Austreiben des Winters. Geprägt wurde der jahrhundertealte Brauch auch von Ritterturnieren und Festen vor der kirchlichen Fastenzeit.