Demonstrationen

Polizei: AfD-Gegner protestieren zum großen Teil friedlich

Mehr als 25.000 Menschen protestieren in Gießen gegen die Neugründung der AfD-Jugend - ein großer Teil davon friedlich, wie es von der Polizei heißt. Es gab aber auch verletzte Beamte.

Bis zum Nachmittag zählt die Polizei in Gießen mehr als 25.000 Menschen, die gegen die Neugründung der AfD-Jugend protestieren. Ein großer Teil de Demonstrationen sie friedlich verlaufen. Foto: Boris Roessler/dpa
Bis zum Nachmittag zählt die Polizei in Gießen mehr als 25.000 Menschen, die gegen die Neugründung der AfD-Jugend protestieren. Ein großer Teil de Demonstrationen sie friedlich verlaufen.

Gießen (dpa) - Aus Protest gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation sind in Gießen nach Polizeiangaben bis zum Nachmittag mehr als 25.000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Bündnis «Widersetzen» sprach von über 50.000 Teilnehmern. 

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Ein großer Teil der Versammlungen sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Derzeit wisse man von zehn leicht verletzten Beamten, eine abschließende Zahl gebe es noch nicht. «Hinsichtlich verletzter Versammlungsteilnehmender liegen der Polizei keine gesicherten Zahlen vor.»

Das Einsatzkonzept sei nach Einschätzung der Polizeiführung «insgesamt aufgegangen», sagte der Polizeisprecher. «Es gab einen Raum für friedlichen Gegenprotest. Gegen Blockaden, die ausschließlich der Verhinderung der AfD-Veranstaltung dienten, wurde differenziert und konsequent vorgegangen.» 

Das Bündnis «Widersetzen» bezeichnete die Aktionen zivilen Ungehorsams gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation als «riesigen Erfolg». Rund 15.000 Menschen hätten an Blockaden teilgenommen und Zugänge zu dem Gründungskongress versperrt. 

Am Abend verließen nach Angaben des Sprechers zahlreiche der Versammlungsteilnehmer die Stadt. Dafür würden auch zusätzliche Busse zur Verfügung gestellt, per Lautsprecherdurchsagen informiere die Polizei darüber.