Verkehr

Boom der Lastenräder wirft auch Probleme auf

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Lastenräder boomen besonders in den Städten. Beim Transport von Kindern oder größeren Einkäufen können sie das Auto ersetzen. Damit die Fahrerinnen und Fahrer sicher unterwegs sind und auch andere nicht gefährden, gibt es aber noch Ausbaubedarf bei Radwegen und Abstellmöglichkeiten. Nach Ansicht des Unfallexperten Siegfried Brockmann von der Unfallforschung der Versicherer müssen zudem Größe und Gewicht der Fahrräder geregelt werden.

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Fahrsicherheitstrainer Axel Simons kritisiert, Radwege seien für Lastenräder häufig nicht ausgelegt, auch fehlten geeignete Parkplätze. Wenn es politisch gewollt sei, dass mehr Wege mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt werden sollen, müsse hier nachgebessert werden.

Simons gibt an der Frankfurter University of Applied Sciences (UAS) eine Reihe von Sicherheitskursen. Er empfiehlt, vor dem Transport einer Last im Straßenverkehr den Umgang mit dem Rad zu üben. Das höhere Gewicht und die anderen Ausmaße unterschieden das Lastenrad deutlich vom herkömmlichen Fahrrad.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt den Boom der Lastenräder: «Durch jede mit einem Lastenrad ersetzte Autofahrt werden Lärm, Abgase und schwere Unfälle vermieden», sagt der hessische Landesvorsitzende Ansgar Hegerfeld. Dadurch gebe es mehr Platz auf der Straße für diejenigen, die aufs Auto angewiesen seien. Auf dem Rad bekomme man zudem eine direkte Verbindung zur Umgebung, das sei insbesondere für Kinder wichtig.