27.000 Kleider verbrannt

Brand in Theaterlager: Urteil gegen 42-Jährigen erwartet

Ein Obdachloser soll das Lager des Theaters Ulm angezündet haben. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Nun wird das Urteil gegen den 42-Jährigen erwartet.

Angeklagt ist der Mann wegen Brandstiftung. (Archivbild) Foto: Andreas Kempf/dpa
Angeklagt ist der Mann wegen Brandstiftung. (Archivbild)

Ulm (dpa) - Nach dem zerstörerischen Brand in einer Lagerhalle des Theaters Ulm werden am Mittwoch (ab 9.00 Uhr) vor dem Landgericht die Plädoyers und das Urteil gegen den mutmaßlichen Brandstifter erwartet. Der Obdachlose soll laut Anklageschrift das Feuer aus Rache gelegt haben, weil er zuvor des Gebäudes verwiesen wurde. Angeklagt ist der 42-Jährige wegen Brandstiftung. Vor Gericht schwieg er zu Prozessbeginn. 

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Das Gebäude brannte Ende Juni fast vollständig aus. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte an mehreren Stellen in dem Gebäude Feuer gelegt haben. Durch den Brand entstand nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von fünf Millionen Euro, am Inventar von sogar acht Millionen Euro. Der Obdachlose sitzt in Untersuchungshaft. 

Bei dem Brand entstand ein Millionenschaden. (Archivbild) Foto: Theater Ulm/dpa
Bei dem Brand entstand ein Millionenschaden. (Archivbild)

Seit 2013 hatte das Theater Ulm die ehemalige Paketposthalle am Bahnhof als Lager für den Fundus genutzt. Zudem waren dort zwei Probebühnen eingerichtet. Durch den Brand wurden der Großteil der dort gelagerten Requisiten sowie 27.000 Kostüme zerstört. Damit hat das Theater eigenen Angaben nach zwei Drittel des Bestandes verloren.