Nach Brand in Umspannwerk

Brandattacke auf Umspannwerk durch angezündete Autoreifen

Der Brand im Reutlinger Umspannwerk ist wohl gezielt vorbereitet worden: Ermittler haben Autoreifen als Brandmittel ausgemacht. Die Suche nach den Tätern läuft weiter.

Die Ermittler prüfen die Hinweise. (Archivbild) Foto: Christoph Schmidt/dpa
Die Ermittler prüfen die Hinweise. (Archivbild)

Reutlingen (dpa) - Beim Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen sind Autoreifen als Brandmittel verwendet worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart auf dpa-Anfrage mit. Die technischen Untersuchungen zur mutmaßlichen Brandstiftung seien weitgehend abgeschlossen. Zudem würden Hinweise über verdächtige Wahrnehmungen überprüft sowie Zeugen vernommen. Welcher Brandbeschleuniger verwendet wurde, wollte die Generalstaatsanwaltschaft noch nicht sagen. 

Feuer und Stromausfall für Zehntausende Menschen

Der Brand im Umspannwerk Reutlingen-West war in der Nacht zum 8. Juni ausgebrochen. In der Folge war das Umspannwerk ausgefallen, auch eine weitere Anlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Schnell hatten sich Hinweise auf Brandstiftung verdichtet, nachdem ein möglicher Brandbeschleuniger entdeckt worden war. Ein oder mehrere Täter waren nach Erkenntnissen der Ermittler auf das Gelände eingedrungen und hatten gleich an mehreren Stellen Feuer gelegt. Auch der Zaun der Anlage war beschädigt worden. 

Nach dem Feuer waren zeitweise Zehntausende Menschen über Stunden ohne Strom gewesen, auch ein Krankenhaus sowie Industrie- und Gewerbekunden waren betroffen. Der Gesamtschaden zur Reparatur der Anlage dürfte sich früheren Angaben zufolge auf mehrere Millionen Euro summieren. 

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Das Brandgeschehen hatte überregional für großes Aufsehen gesorgt. (Archivbild) Foto: Marijan Murat/dpa
Das Brandgeschehen hatte überregional für großes Aufsehen gesorgt. (Archivbild)

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag prüfen Ermittler auch Hinweise auf weitere mögliche Sabotageversuche an Stromanlagen in der Region. Es gebe Hinweise auf Beschädigungen an ähnlichen Orten, hatte ein Sprecher der Anklagebehörde mitgeteilt. Diese würden nun untersucht und man versuche, zeitliche Eingrenzungen vorzunehmen. Konkrete Orte könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.