Busse knipsen Falschparker - Stadt weitet Pilotprojekt aus
Wer Busspuren blockiert, riskiert ein Bußgeld. In Frankfurt können Busfahrer und Busfahrerinnen die Falschparker fotografieren und melden. Eine Zwischenbilanz zeigt, wie das Pilotprojekt bisher läuft.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Schon mehr als 400 Falschparker sind in Frankfurt von speziellen Kameras erfasst worden, die in Linienbussen montiert wurden. Insgesamt hätten 421 Falschparker auf diesem Weg ein Knöllchen erhalten, die Busse blockiert hätten, teilen Mobilitätsdezernat, Ordnungsamt und Nahverkehrsgesellschaft traffiq als Zwischenbilanz zu vier Monaten Probebetrieb mit.
Die Kameras befinden sich hinter der Windschutzscheibe. «Blockiert ein Falschparker den Fahrweg, etwa auf einer Busspur, oder kann der Bus wegen eines falsch geparkten Wagens eine Haltestelle nicht richtig anfahren, können Busfahrerinnen und Busfahrer per Knopfdruck eine kurze Serie von Einzelfotos auslösen», heißt es in der Mitteilung. Die Technik helfe damit, den Nahverkehr pünktlicher zu machen.
Zunächst zehn Busse im Probebetrieb
Der Probebetrieb hatte mit zunächst zehn Bussen im Februar begonnen. Die Zahl der ertappten Falschparker stieg den Angaben zufolge von Monat zu Monat an. Bis Ende Mai seien 325 Bußgeld- und 75 Verwarngeldbescheide versendet worden. Ein Schwerpunkt war das Ausgehviertel Alt-Sachsenhausen mit vielen Busspur-Parkern.
Mindestens 70 Euro Bußgeld sind den Angaben zufolge fürs Halten oder Parken auf der Busspur oder an einer Bushaltestelle fällig, wenn der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) behindert wird. Demnächst sollen Kameras in mindestens zehn weiteren Bussen installiert werden, auch fünf Straßenbahnen sollen im Laufe des Jahres damit ausgestattet werden.