Dekabank plant nach Gewinnsprung vorsichtig
Fast eine Milliarde Euro Gewinn: Wie die Dekabank vom Wertpapier-Boom profitiert und warum der Wertpapieranbieter für 2026 trotzdem auf die Bremse tritt.
Frankfurt/Main (dpa) - Boomende Nachfrage nach Wertpapieren hat der Dekabank im vergangenen Jahr zu einem Gewinnsprung auf fast eine Milliarde Euro verholfen. 962,9 Millionen Euro wirtschaftliches Ergebnis stehen in der Bilanz des Wertpapieranbieters der Sparkassen für 2025 und damit fast acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit schrammte das Institut nur knapp am Rekordergebnis von 2022 vorbei, als 984,8 Millionen Euro erzielt wurden.
Vor allem Privatkunden investierten kräftig in Fonds und Zertifikate, aber auch das Geschäft mit institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen erholte sich nach schwierigen Jahren. Insgesamt legte die Vertriebsleistung des Instituts, das zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, um 41,3 Prozent auf den Rekordwert von 40,9 Milliarden Euro zu.
Besonders gefragt sind nach Angaben der Dekabank Wertpapiersparpläne. Im Geschäftsjahr 2025 schlossen Kundinnen und Kunden den Angaben zufolge netto 623.000 neue Verträge ab. Damit verwalte die Deka nun insgesamt 8,8 Millionen Sparpläne, das seien rund sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Guter Start ins Jahr 2026
«Der positive Trend hat sich in allen Vertrieben im ersten Quartal 2026 fortgesetzt, das Momentum aus dem letzten Jahr hält bislang an», sagte Vorstandschef Georg Stocker in Frankfurt. Für den März könne er noch keine Zahlen nennen, es gebe aber trotz der Lage in Nahost «bislang keine Anzeichen für eine signifikante Trendänderung, die Kunden bleiben investiert».
Dennoch plant der Vorstand angesichts anhaltender geopolitischer
Spannungen vorsichtig: Für 2026 rechnet die Deka-Gruppe mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von mehr als 700 Millionen Euro.