Deutlich mehr Stau in Hessen: So zäh waren die Sommerferien
Koffer im Auto, Sonnenbrille auf - und auf einmal geht gar nichts mehr: Die Sommerferien waren für Autofahrer wieder eine Geduldsprobe. Wo ging es besonders langsam voran?
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Auf den hessischen Autobahnen sind Autofahrer in den Sommerferien diesmal deutlich länger im Stau gestanden als noch im Vorjahr. Rund 5.350 Stunden Stau verzeichnete der ADAC über die sechs Ferienwochen hinweg, wie der ADAC Hessen-Thüringen mitteilte. Das seien 41 Prozent mehr als in den Sommerferien 2025.
Ähnlich sah es bei der Länge der Staus aus: Der Verkehr auf den Autobahnen stand über die Sommerferien hinweg demnach auf knapp 10.800 Kilometern. Im vergangenen Jahr hatte es hingegen 9.200 Kilometer Stau gegeben.
Hauptgrund: Jede Menge Baustellen
Verantwortlich dafür sind dem ADAC zufolge hauptsächlich mehrere Baustellen, die es so 2025 schlichtweg noch nicht gab. Zum Beispiel auf der A7: Zwischen Fulda und Würzburg fließt der Verkehr teilweise nur einspurig. Allein auf dieser Strecke kamen über die Sommerferien 357 Stunden Stau zusammen.
Ein zweiter Stau-Hotspot: die A3. Umfangreiche Bauarbeiten zwischen dem Wiesbadener Kreuz und dem Mönchhof-Dreieck sorgten auch dort dafür, dass Autofahrer viel Geduld mitbringen mussten.
Der längste Stau der Sommerferien
Auf der A3 gab es auch den längsten einzelnen Stau der Sommerferien. Am 17. Juli - einem Freitag - staute sich der Verkehr auf 26 Kilometern. Damit war zugleich auch das staureichste Wochenende der Sommerferien eingeläutet: Allein an diesen drei Tagen kamen in Hessen beinahe 400 Stunden Stau zusammen.
Die staureichste Woche hatten die Menschen in Hessen dagegen schon mit der ersten Ferienwoche hinter sich. Die hatte es dafür in sich: Über 1.000 Stunden lang standen Autofahrer in der Woche vom 26. Juni bis 5. Juli im Stau.