Forschungsprojekt

Deutsche Bahn testet emissionsarmen Beton

Weniger CO2, gleiche Stabilität? In Kassel testet die Deutsche Bahn zementfreien Spezialbeton. Und prüft, ob sich das auch wirtschaftlich rechnet.

Die Bahn setzt an vielen Stellen auf Beton - etwa auch für Schwellen. (Symbolbild) Foto: Matthias Bein/dpa
Die Bahn setzt an vielen Stellen auf Beton - etwa auch für Schwellen. (Symbolbild)

Kassel (dpa/lhe) - Die Deutsche Bahn-Tochter DB InfraGO und die Universität Kassel testen in einem Pilotprojekt einen zementfreien Spezialbeton, für den weniger klimaschädliches CO2 bei der Herstellung anfällt. Zunächst werde der CO2-arme Beton an einer Stützwand südlich des ICE-Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe erprobt, wie die DB und die Hochschule mitteilten. Dazu würden in diesem Jahr verschiedene Betonrezepturen verwendet und dann untersucht. 

Ist das Projekt erfolgreich, soll die neue Betonart auch woanders verbaut werden. Um dieselben oder bessere Eigenschaften des herkömmlichen Betons zu erreichen, kommen bei der Herstellung spezielle Verfahren zum Einsatz. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Uni Kassel soll dafür sorgen, dass der neue Werkstoff bei der Deutschen Bahn in viel mehr Fällen als bisher erlaubt zum Einsatz kommen kann. Das Bundesministerium für Verkehr finanziert das Vorhaben im Rahmen des Bahnprojekts «Kurve Kassel». 

Geprüft werden soll dabei auch, inwieweit emissionsarme Baustoffe auch wirtschaftlicher sind. Vor allem bei der Herstellung von Zement, ein Bestandteil des klassischen Betons, fallen viele CO2-Emissionen an.

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