Gemeinsame Patrouille

Deutsche und Franzosen kontrollieren 700 Schiffe pro Jahr

Die deutsche Wasserschutzpolizei und die französische Gendarmerie sind seit über einem Jahrzehnt gemeinsam auf dem Rhein unterwegs. Der Südwesten investiert nun Millionen in eine neue Station.

Deutsche und Franzosen arbeiten seit 2012 bei der Wasserschutzpolizei zusammen. Foto: Silas Stein/dpa
Deutsche und Franzosen arbeiten seit 2012 bei der Wasserschutzpolizei zusammen.

Kehl (dpa/lsw) - Die deutsch-französische Wasserschutzpolizei hat nach den Worten von Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) inzwischen eine bedeutende Rolle für die Sicherheit auf dem Rhein. Die Ordnungshüter aus Deutschland und Frankreich kontrollierten im vergangenen Jahr auf dem Grenzfluss gemeinsam rund 700 Schiffe, das waren rund elf Prozent mehr als zuvor. Bei den festgestellten Verstößen gab es im Jahresvergleich ein Plus von rund 14 Prozent auf 313 Fälle. «Damit wird täglich der Beweis erbracht, dass wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern haben», sagte Strobl. 

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Die gemeinsame Einrichtung hatte ihren Betrieb vor 13 Jahren offiziell aufgenommen. Standorte gibt es in Kehl (Ortenaukreis) und in den elsässischen Orten Vogelgrun und Gambsheim. Baden-Württemberg investierte gut zwölf Millionen in einen Neubau im Kehler Hafengebiet, berichtete Strobl bei der Eröffnung.

Polizisten und Gendarmen kontrollieren den Schiffsverkehr, kümmern sich um den Umweltschutz und nehmen Unfälle auf. Die Gendarmerie gehört in Frankreich zu den Streitkräften, übernimmt aber auch polizeiliche Aufgaben.

Polizisten werden auch woanders eingesetzt

Zu den Aufgaben der Teams gehört die Suche nach Vermissten - dabei werden Taucher eingesetzt. Die Expertise der Station ist außerhalb des Grenzgebiets gefragt, wie ein Sprecher des Innenministeriums berichtete. Im Oktober suchten deutsche und französische Einsatzkräfte mit einem Sonargerät die Donau beim bayerischen Günzburg ab. Der nach einem Hochwasser vermisste Feuerwehrmann wurde jedoch nicht gefunden.