Gesundheit im Alter

DRK: Heiße Tage für Ältere in Pflegeheimen herausfordernd

Trinken, trinken, trinken: Bei Hitze kann es für Kranke und Ältere schnell gefährlich werden. Pflegedienste und Einrichtungen bereiten sich deshalb besonders auf heiße Tage vor.

In Oberursel liegen bereits Infozettel zur Hitzewarnung aus. Foto: Hannes P. Albert/dpa
In Oberursel liegen bereits Infozettel zur Hitzewarnung aus.

Wiesbaden/Frankfurt (dpa/lhe) - Für ältere und kranke Menschen in Pflegeeinrichtungen können die kommenden heißen Tage herausfordernd sein. «Hitze stellt für ältere Menschen ein besonderes Gesundheitsrisiko dar, da mit zunehmendem Alter sowohl das Durstempfinden als auch die körpereigenen Mechanismen zur Temperaturregulation nachlassen», erklärt Mai Yen Le-Diemar, Referentin für Stationäre Pflege beim DRK Hessen. «Sie wird zudem von Senioren häufig weniger stark wahrgenommen oder ihre Auswirkungen werden unterschätzt, so dass Gegenmaßnahmen oft zu spät ergriffen werden.»

Die Einrichtungen im Land bereiten sich daher besonders auf diese Tage vor. Im Pflegeheim Traute und Hans Matthöfer-Haus in Oberursel etwa liegen schon Infozettel aus, außerdem sind Getränkestationen überall im Haus verteilt. Auch der Dienstplan werde angepasst, sagt Einrichtungsleiterin Leyla Saglam. 

Aber nicht nur in Einrichtungen muss besonders aufgepasst werden, auch bei pflegebedürftigen Menschen zu Hause sollte man aufmerksam sein. Svjetlana Nikic, Pflegedienstleiterin beim Ambulanten Dienst der Awo Frankfurt sagt: «Wir reagieren nicht erst, wenn die Menschen Schwindel, Exsikkose oder Kopfschmerzen haben, sondern wir wollen vorbeugen.»

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.