Tiere

Eine Stachelschnecke ist Weichtier des Jahres

Die Inhaberin des Muschel- und Schneckenmuseums in Norden (Kreis Aurich), Helga Wiltfang, hält die größte Stachelschnecke (Murex Ramosus) in den Händen. Foto: Ingo Wagner/dpa
Die Inhaberin des Muschel- und Schneckenmuseums in Norden (Kreis Aurich), Helga Wiltfang, hält die größte Stachelschnecke (Murex Ramosus) in den Händen.

Frankfurt (dpa) - Die Stachelschnecke Concholepas concholepas ist das «Internationale Weichtier des Jahres 2023». Den Titel vergeben die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, ein Zentrum für Biodiversitätsgenomik und eine Gesellschaft für Molluskenforschung. Die fleischfressende Meeresschnecke erhielt bei einer öffentlichen abschließenden Online-Abstimmung die meisten Stimmen, wie die Institutionen am Donnerstag in Frankfurt berichteten. Zuvor habe die Wettbewerbsjury aus den eingegangenen Vorschlägen unter Berücksichtigung fachlicher Aspekte fünf Arten ausgewählt.

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Concholepas concholepas zählt zu den Felsenschnecken und ist im südöstlichen Pazifik - vor Chile und Peru - zu finden. Ausgewachsene Exemplare können eine Schalenlänge von etwa 15 Zentimetern erreichen. In ihrer Heimat habe die Schnecke «eine große kulturelle, soziale, wirtschaftliche, evolutionäre und ökologische Bedeutung», so die Forscher. «Doch ihre Bestände sind aufgrund von starker Überfischung gefährdet.» Ihr Fleisch wird weltweit als Delikatesse gehandelt. Auch die Verschmutzung der Küstengebiete bedrohen die Art.