Fußball

Premiere mit Titelträumen: Eintracht startet Europa-Tour

Nach dem Europa-League-Triumph 2022 und dem Champions-League-Debüt in der Vorsaison hofft Eintracht Frankfurt in der Conference League erneut auf internationale Fußball-Festtage.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Debüt mit Titelträumen: Die erstmalige Europa-Reise von Eintracht Frankfurt in der Conference League soll möglichst mit einem Triumph gekrönt werden. Bei ihrer Premiere in dem erst vor zwei Jahren aus der Taufe gehobenen Wettbewerb wollen die Hessen nicht nur als erster Fußball-Bundesligist die Gruppenphase überstehen, sondern am liebsten gleich die Trophäe gewinnen.

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«Es ist ein neuer Wettbewerb für uns, den wir sehr ernst nehmen. Wir haben den Anspruch, so erfolgreich wie möglich zu sein. Du spielst die Wettbewerbe, um weit zu kommen und im besten Fall zu gewinnen», sagte Nationaltorwart Kevin Trapp am Mittwoch und bekräftigte: «Wir wollen immer das Maximale erreichen.»

Zum Auftakt der Gruppenphase empfängt der Europa-League-Sieger von 2022 an diesem Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) den schottischen Vertreter FC Aberdeen. «Wir wissen um die Bedeutung des Spiels und wollen unbedingt mit einem Sieg starten», sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller.

Im Duell mit den in dieser Saison noch sieglosen Schotten sei sein Team klarer Favorit. «Dieser Rolle wollen wir gerecht werden», verkündete der 42-Jährige. Die Marschroute für die erste Europa-Etappe in der Gruppe G, in der PAOK Saloniki und HJK Helsinki die weiteren Gegner sind, ist klar: «Der Gruppensieg sollte unser Ziel sein, weil unser Verein in den letzten Jahren auf diesem Niveau sehr gut war.»

Nach dem Europa-League-Triumph vor zwei Jahren und der gelungenen Champions-League-Premiere in der Vorsaison, als es die Eintracht als erster Neuling ins Achtelfinale schaffte, sind die Erwartungen gestiegen. «Aufgrund der jüngeren Historie zählen wir natürlich zu den Mannschaften, die sich Chancen auf den Titel ausrechnen können», sagte Toppmöller. Immerhin weisen die Hessen von allen 32 Teams den höchsten Koeffizienten in der Fünfjahreswertung der UEFA auf.

Zunächst gelte es aber «mit Respekt und Demut» in die Gruppenphase zu starten, mahnte Toppmöller. Aberdeen zählt in der Heimat zwar nicht zu den Topteams, bringt aber die typisch schottischen Tugenden auf den Platz. «Sie spielen zweikampfstark und rustikal», sagte der Eintracht-Trainer über den Rivalen und forderte von seinen Schützlingen höchste Konzentration: «Es gibt überhaupt keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen.»

Bei der erfolgreichen Bewältigung der Auftaktaufgabe setzt Toppmöller auch auf Kapitän Sebastian Rode, der nach auskurierter Krankheit wieder im Kader steht. «Er spielt eine wichtige Rolle. Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass ich ihn gerne im ersten internationalen Heimspiel als Führungsfigur auf dem Platz haben möchte», sagte Toppmöller und kündigte an: «Wenn bei ihm alles okay ist, wird er in der Startelf stehen.»

Dafür müsste dann wohl Neuzugang Hugo Larsson weichen, der Rode im defensiven Mittelfeld zuletzt gut vertrat. Nicht dabei sein wird Kristijan Jakic (Knieprobleme). «Alle anderen sind an Bord», vermeldete Toppmöller.

Unabhängig vom Personal hat Trapp in der im Sommer neu zusammengestellten Mannschaft eine große Lust auf die Europa-Tour ausgemacht. «Die Vorfreude ist groß auf das dritte internationale Jahr in Serie», sagte der 33 Jahre alte Torhüter. «Das hat es bei der Eintracht noch nie gegeben.»