Ungewöhnliche Eisdiele

Eiskugeln aus riesigem Ghettoblaster

Retrofans aufgepasst - eine als Riesen-Ghettoblaster getarnte Eisdiele versorgt künftig Eishungrige im Karlsruher Stadtteil Hagsfeld. Der Besitzer hat sich das einiges kosten lassen.

Hier schwebt eine Ghettoblaster-Eisdiele - bald stehen hier eishungrige Gäste vermutlich Schlange. Foto: Thomas Riedel/dpa
Hier schwebt eine Ghettoblaster-Eisdiele - bald stehen hier eishungrige Gäste vermutlich Schlange.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Das dürfte die schrägste Eisdiele Deutschlands werden - von diesem Freitag an wird in einem riesigen knallroten Ghettoblaster in Karlsruhe Eis verkauft. Dafür war ein Container in Übergröße in China umgebaut und nach Deutschland gebracht worden. «Ich habe einfach nichts Auffälligeres gefunden», sagt der Besitzer Wingseng Cheng. 

Die beiden nebeneinanderliegenden «Kassettenfächer» lassen sich zu einer Theke ausklappen, vor der die Kundinnen und Kunden anstehen können. Innen befinden sich die Verkäufer des Eises, die von dort die Kugeln und Becher nach draußen reichen - wie in einer ganz normalen Eisdiele. 

Spezialanfertigung aus China

Die Idee für eine Eisdiele sei ihm schon vor mehr als einem Jahr gekommen, allerdings sollte es etwas ganz Besonderes sein. Im chinesischen Internet habe er dann einen umgebauten Container in Form eines solchen Riesen-Radiogerätes gesehen - «sowas wollte ich auch haben». 

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Der 32-Jährige bestellte eine ähnliche Spezialanfertigung und ließ sie nach Deutschland verfrachten - für alles in allem rund 35.000 Euro. «Meines Wissens gibt es so etwas bundesweit bisher nicht», erzählt er. Da es im Karlsruher Stadtteil Hagsfeld bisher keine Eisdiele gegeben habe, rechne er mit großem Andrang. 

Cheng betreibt dort bereits ein italienisch-deutsches Restaurant, direkt davor ist nun die acht Meter lange Ghettoblaster-Eisdiele aufgestellt worden. Sie soll dauerhaft bleiben und an diesem Freitag im Rahmen eines jährlichen Sportfestes eröffnet werden. Zwar kann der Ghettoblaster auch Musik spielen, ohrenbetäubend laut soll es aber keinesfalls werden, sagt er. «Ich will Rücksicht nehmen auf alle Nachbarn.»