Kriminalität

Ermittler gehen gegen Cybergrooming im Netz vor

Undercover im Netz: Ermittler geben sich als Kinder aus und decken Anbahnungsversuche auf.

Verdächtige wollten sich im Netz an Kinder heranmachen. (Archivbild) Foto: Elisa Schu/dpa
Verdächtige wollten sich im Netz an Kinder heranmachen. (Archivbild)

Karlsruhe (dpa) - Dem Cybercrime-Zentrum und dem Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen Männer gelungen, die im Netz gezielt Kinder und Jugendliche für sexuelle Kontakte angeschrieben haben sollen. Solche Taten sind unter dem Begriff «Cybergrooming» bekannt. 

Um Verdächtigen auf die Schliche zu kommen, hatten sich die Ermittler nach Angaben der Behörden selbst als Minderjährige ausgegeben und waren im vergangenen Herbst tagelang in sozialen Chatplattformen sowie sozialen Netzwerken unterwegs gewesen. 

Daraufhin seien zehn Verdächtige im Alter zwischen 19 und 47 Jahren identifiziert worden. In den Monaten danach seien die Wohnungen von acht der Beschuldigten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt durchsucht worden. Computer, Smartphones und weitere digitale Speichermedien seien sichergestellt worden. Der Aufenthalt der beiden weiteren Tatverdächtigen sei unbekannt. 

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Ermittlungen wegen Cybergrooming

Gegen sie wurden den Angaben zufolge Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt sowie des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte eröffnet. 

Den Angaben der Behörden zufolge hatten nach einer Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Alter von 8 bis 17 Jahren bereits Kontakt mit entsprechenden Anbahnungsversuchen.