Erneut Japankäfer in Südhessen gefunden
Sie sind klein, gefräßig und hinterlassen von vielen Pflanzen oft nur noch Gerippe. Der aus Asien eingewanderte Japankäfer macht Experten Sorgen - nun sind erneut Exemplare in Südhessen aufgetaucht.
Gießen/Trebur (dpa/lhe) - Im südhessischen Trebur sind erneut mehrere Exemplare des gefräßigen Japankäfers entdeckt worden. «Sie waren in einer von uns aufgestellten Falle», sagte der Leiter des für Hessen zuständigen Pflanzenschutzdienstes beim Regierungspräsidium Gießen, Christian Hillnhütter. Es habe sich um fünf männliche Käfer gehandelt, bei Laboruntersuchungen sei zweifelsfrei ihre Art festgestellt worden.
Im August vergangenen Jahres war ebenfalls bei Trebur im Kreis Groß-Gerau der erste Japankäfer in Hessen entdeckt worden, später wurden weitere Exemplare gefunden. Die Art könnte großen Schaden anrichten, weil die Käfer Blätter, Früchte und Blüten fressen und oft nur noch Gerippe davon zurückließen, hieß es.
Japankäfer hat großen Speiseplan
Sie hätten etwa 400 Pflanzen auf ihrem Speiseplan, darunter Weinreben, Mais und Obstbäume. Beschädigen könnten die Tiere aber auch Grünflächen. Die weitere Ausbreitung soll daher verhindert werden: So gilt etwa ein Bewässerungsverbot für Rasenflächen innerhalb der Zone in einem Radius von einem Kilometer um den Fundort.
Der ursprünglich aus Asien stammende Käfer ist rund einen Zentimeter groß - etwa so groß wie eine Kaffeebohne und kleiner als ein Ein-Cent-Stück. Er hat einen metallisch glänzenden grünen Kopf, braune Flügel und am Hinterleib fünf weiße Haarbüschel. Er wird oft mit dem Maikäfer verwechselt. Nach Angaben des Pflanzenschutzdienstes ist der Japankäfer aber deutlich kleiner als der Maikäfer, der zwei bis drei Zentimeter groß wird. Funde sollten über das Portal https://beteiligungsportal.hessen.de/portal/rpgi/beteiligung/themen/1007566 gemeldet werden.