Prozesse

Ex-VfBler Hildebrand sorgt sich um Freund nach Iran-Urteil

Laut einer Hilfsorganisation wurde der Stuttgarter Serkan Eren zu 10 Jahren Haft im Iran verurteilt. Ex-VfB-Torwart Timo Hildebrand ist gut mit ihm befreundet und spricht von einem Schock.

Serkan Eren ist einer der engsten Freunde des VfB-Torwarts Timo Hildebrand. (Archivbild) Foto: Christoph Soeder/dpa
Serkan Eren ist einer der engsten Freunde des VfB-Torwarts Timo Hildebrand. (Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Nachdem der Stuttgarter Serkan Eren im Iran einer Hilfsorganisation zufolge zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, sorgt sich der ehemalige VfB-Torwart Timo Hildebrand. «Für mich als engen Freund ist es einfach nur schlimm», sagte Hildebrand der «Stuttgarter Zeitung». Die Nachricht sei auf jeden Fall ein Schock. Er wolle sich gar nicht ausmalen, was zehn Jahre in einem iranischen Gefängnis bedeuteten: «Das will keiner von uns erleben.»

Am Dienstag hatte die Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp unter Berufung auf den Rechtsbeistand von Eren im Iran über das Urteil informiert. Als Grund hat das Gericht den Angaben zufolge Kontakt von Eren zu einem Land genannt, das der Iran als verfeindet einstufe. Zunächst war noch unklar, um welches Land es sich dabei handelt. 

Auswärtiges Amt nicht zuständig

Eren ist Gründer und Geschäftsführer von Stelp und in Deutschland geboren und aufgewachsen, den Angaben zufolge aber türkischer Staatsangehöriger. Das bedeutet, dass die türkischen und nicht die deutschen Behörden zuständig sind. Eine Bestätigung des Urteils gab es bisher weder von türkischen noch von iranischen Behörden.

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Impressum

Der Organisation zufolge reiste Eren im Juni vergangenen Jahres in den Iran, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden. 2023 verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm das Bundesverdienstkreuz.