2. Fußball-Bundesliga

Fan-Petition sorgt für Aufregung: KSC um Deeskalation bemüht

Die bevorstehende Trennung von Trainer Eichner lässt den KSC nicht zur Ruhe kommen. Eine Online-Petition findet binnen weniger Stunden mehr als 5.000 Unterstützer. Die Vereinsführung ist alarmiert.

Holger Siegmund-Schultze und der KSC sind darum bemüht, die Wogen zu glätten. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Holger Siegmund-Schultze und der KSC sind darum bemüht, die Wogen zu glätten.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Fußball-Zweitligist Karlsruher SC ist nach einer Petition gegen die Freistellung von Trainer Christian Eichner darum bemüht, die Situation zu beruhigen. Innerhalb eines Tages unterzeichneten mehr als 5.000 Fans den Antrag. Wenige Minuten nach Überschreitung dieser Marke reagierte der Club in einer Stellungnahme und erklärte, dass er seit Sonntag Kenntnis von dem Aufruf habe und inzwischen versuche, den Initiator zu kontaktieren. Man wolle ihm ein Gespräch «mit mir und einem Kollegen aus dem Beirat anbieten», sagte KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze der dpa.

In der Petition auf der Plattform «change.org» wird der im Sommer bevorstehende Abschied Eichners als Gefahr für die Identität des Vereins gewertet. Zudem befürchtet der Initiator, dass auch die Zukunft von Kapitän Marvin Wanitzek beim KSC auf dem Spiel stehen könnte. Dieser ließ seine Zukunft zuletzt offen, möchte die Geschehnisse erst einmal sacken lassen. Die beiden Geschäftsführer Mario Eggimann und Michael Becker werden in dem Antrag scharf angegriffen, sogar ihre Freistellung wird gefordert.

Siegmund-Schultze scheint der Angelegenheit eine gewisse Bedeutung beizumessen. Er erklärte, dem KSC seien «Transparenz und die Wahrnehmung der Meinung von Fans und Mitgliedern ausgesprochen wichtig». Gerade deshalb habe man den Initiator kontaktiert. «Unser Anspruch dabei ist es, dass wir als Verein unterschiedliche Perspektiven konstruktiv zusammenführen wollen», erklärte der Vereinschef. 

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Ton der Petition stößt auf Unverständnis

Den Ton der Petition wies er dagegen zurück. «Gleichzeitig erwarten wir, dass bei aller Emotionalität ein respektvoller Umgang gegenüber den handelnden Personen im Verein gewahrt bleibt», sagte er. Dies sei bei der Petition «nicht der Fall», weil beide Geschäftsführer «öffentlich diskreditiert werden und deren Freistellung gefordert wird». 

Die getroffene Entscheidung, Eichner trotz eines bis 2027 laufenden Vertrages von seinen Aufgaben zu entbinden, seien «das Ergebnis intensiver und verantwortungsvoller Abstimmungsprozesse auf Grundlage umfassender Analysen unter Einbeziehung der zuständigen Gremien», so Siegmund-Schultze abschließend.