Flugschüler mit Laser geblendet
Bei einem Übungsflug sehen Flugschüler und Lehrer für einen kurzen Moment nichts mehr. Sie wurden in rund 1.000 Metern Höhe geblendet. Nun ermittelt die Polizei.
Neukirch (dpa/lsw) - Ein Flugschüler und sein Lehrer sind bei einem Übungsflug über Neukirch (Bodenseekreis) von einem Laser geblendet worden. Als sie die Beleuchtung ihres Sportflugzeugs am Freitag ausschalteten und die Maschine vom Boden aus nicht mehr zu sehen war, hörte der Unbekannte auf, wie die Polizei mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug laut Polizei etwa 1.000 Meter über dem Boden.
Die beiden landeten anschließend sicher am Bodensee-Airport in Friedrichshafen, von wo sie zuvor auch gestartet waren. Laut Polizei dauerte die Blendung nur «sehr kurz», sodass nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mit gesundheitlichen Schäden bei Flugschüler oder Lehrer zu rechnen ist. Auch eine ernsthafte Gefahr für den Luftverkehr habe nicht bestanden, hieß es.
Die Polizei weist dennoch darauf hin, dass das Blenden von Flugzeugen eine ernsthafte Straftat ist. Ermittelt wird nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.