Kriminalität

Frankfurter Polizist wegen Nötigung angeklagt

Ein Polizist soll einen Mann zur Belustigung seiner Kollegen zum Betteln gezwungen haben. Warum wird der Fall erst nach rund 21 Monaten angeklagt?

Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen einen Polizisten. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen einen Polizisten. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Frankfurter Staatsanwalt hat einen Polizisten wegen des Verdachts der Nötigung im besonders schweren Fall angeklagt. Am 14. September sei beim Amtsgericht in Frankfurt die Anklage erhoben worden, bestätigte ein Pressesprecher der Ermittlungsbehörde mehrere Medienberichte.

Der Beamte soll in der Nacht zum 10. Dezember 2024 einem in Gewahrsam genommenen Mann gesagt haben, dass ihm die Abschiebung drohe. Wolle er diese verhindern, müsse er darum betteln. Dies habe der Mann ernst genommen und sei der Aufforderung zur Belustigung der anwesenden Polizisten nachgekommen.

Der angeklagte Polizist habe seine Stellung als Amtsträger missbraucht, so die Staatsanwaltschaft. Das Amtsgericht muss nun entscheiden, ob es das Hauptverfahren eröffnet.

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Akte bleibt liegen

Angeklagt wurde das Verfahren erst nach rund 21 Monaten, da es bei der Staatsanwaltschaft lange nicht bearbeitet worden war. Daraus seien intern bereits Konsequenzen gezogen worden, so der Sprecher.