GEW und Schüler wollen mehr Hitzeschutz in Klassenzimmern
Im Klassenzimmer gibt teils die gleiche Temperatur wie auf dem Schulhof. Hier wird Abhilfe gefordert.
Frankfurt (dpa/lhe) - Nach den hohen Temperaturen in diesem Sommer sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bei den meisten Schulgebäuden in Hessen Handlungsbedarf beim Hitzeschutz. «Systematische Bestrebungen für einen besseren Hitzeschutz an den hessischen Schulen hat es bislang nicht gegeben», bemängelt der GEW-Vorsitzende in Hessen, Thilo Hartmann. Eine landesweite Richtlinie für den Schulbau, die bauliche Standards insbesondere beim Hitzeschutz regeln würde, existiere nicht.
Auch der Landesschulsprecher Laurenz Spies sieht Defizite. «Berichte über stark aufgeheizte Klassenräume sind längst keine Einzelfälle mehr.» Auch an seiner eigenen Schule habe er Temperaturen von über 35 Grad in einem Klassenraum erlebt. Vergleichbare Erfahrungen würden auch von anderen Schulen geschildert. Bei hohen Temperaturen nehmen Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ab, gleichzeitig könnten gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme auftreten.