Banken

Gewerkschaft DBV fordert zweistelliges Lohnplus bei Postbank

Frankfurt/Main (dpa) - Eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für Postbankbeschäftigte bis Ende 2027 steht für die Bankengewerkschaft DBV in den anstehenden Tarifverhandlungen ganz oben auf der Agenda. Zudem erwarteten die Beschäftigten von Postbank, Postbank Filialvertrieb, PCC Services GmbH und BCB AG «endlich einen Ausgleich für die auf mehr als zehn Prozent angewachsenen Inflations-Einbußen», teilte der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) am Freitag mit. Daher fordere der DBV in der 2024 anstehenden Tarifrunde eine Erhöhung aller Gehälter um jeweils 14,5 Prozent bei der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank.

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Angesichts der angekündigten Schließung von fast der Hälfte der derzeit noch 550 Postbank-Zweigstellen bis Mitte 2026 dringt auch die Gewerkschaft Verdi auf eine Verlängerung des Kündigungsschutzes. Derzeit sind betriebsbedingte Kündigungen bei der Postbank bis zum 31. Januar 2024 ausgeschlossen.

Der DBV stellt sich auf eine «lebhafte» Tarifrunde ein, wie der Sprecher der DBV-Betriebsgruppe Postbank Zentrale Torsten Bielan erläuterte: «Bereits in normalen Zeiten hat der Arbeitgeber Deutsche Bank Tarifforderungen immer nur dann nachgegeben, wenn seitens der Belegschaft entsprechend durch Arbeitskampfmaßnahmen Druck aufgebaut wurde. Es gibt kaum einen Grund anzunehmen, dass dies bei einem so gewichtigen Paket anders verlaufen wird.»