Luftverkehr

Gewitter und «Air Defender» treffen Frankfurter Flughafen

Ein Blitz erhellt den Nachthimmel. Foto: Tobias Hartl/Vifogra/dpa/Symbolbild
Ein Blitz erhellt den Nachthimmel.

Frankfurt/Main (dpa) - Heftige Gewitter, die Luftwaffenübung «Air Defender» und technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung haben am Frankfurter Flughafen zu Turbulenzen geführt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab es 57 Ausnahmen für Verspätungsstarts bis Mitternacht, wie das hessische Wirtschaftsministerium in Wiesbaden mitteilte. Zudem seien sechs Ausnahmen für Verspätungsstarts kurz nach 0.00 Uhr genehmigt worden. Ferner gab es demnach drei Verspätungslandungen, die letzte um 23.39 Uhr.

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Grund für die starken Verzögerungen im Flugbetrieb war, dass die Nato-Luftwaffenübung «Air Defender 2023» mit Gewittern zusammenfiel, «die aus Sicherheitsgründen zu einem zeitweisen Stopp jeder Bodenabfertigung geführt haben», erklärte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch. «Air Defender 2023» habe schon tagsüber für Verzögerungen mit Folgen in den Abend hinein gesorgt. Zudem habe es größere technische Einschränkungen bei der Flugsicherung gegeben.

Das Manöver «Air Defender 2023», das vergangene Woche begonnen hatte, ist die größte Luftwaffenübung seit Bestehen der Nato und dauert noch bis 23. Juni. Wegen der Sondersituation, die massive Einschränkungen für den zivilen Luftverkehr in Deutschland zur Folge habe, seien Ausnahmen vom Nachtflugverbot in Frankfurt für Starts nach Mitternacht genehmigt worden, so das Wirtschaftsministerium. Im Gegensatz zu vorherigen Übungstagen sei es wegen des Wetters und der Störungen bei der Flugsicherung nicht möglich gewesen, Verspätungen zu kompensieren und geplante Flüge bis Mitternacht abzuwickeln.