Europa League

«Großartig für uns»: SC-Coach Schuster hakt Niederlage ab

Trotz bitterem Elfmeter-Gegentor in letzter Minute: Freiburg feiert das Achtelfinale und freut sich laut Trainer Schuster auf zwei «normale Wochen». Vier Gegner kommen infrage.

Ist trotz der Niederlage zum Abschluss stolz auf sein Team: SC-Coach Julian Schuster Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa
Ist trotz der Niederlage zum Abschluss stolz auf sein Team: SC-Coach Julian Schuster

Lille (dpa) - Trainer Julian Schuster vom SC Freiburg wollte sich nach dem direkten Einzug ins Achtelfinale der Europa League nicht allzu lange mit der Last-Minute-Niederlage zum Abschluss der Liga-Phase aufhalten. «Natürlich überwiegt das im Moment noch», sagte er nach dem 0:1 beim OSC Lille bei RTL+. «Auf der anderen Seite ist das schon ein großer Erfolg. Es war ein großes Ziel, sich direkt zu qualifizieren - und das muss mit ein bisschen Abstand dann auch überwiegen.»

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Nach fast sieben Stunden ohne Gegentor auf europäischer Bühne musste Schlussmann Noah Atubolu am Donnerstagabend mal wieder hinter sich greifen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verwandelte Olivier Giroud einen Strafstoß zum Sieg für Lille. Das Ende der Serie nerve ihn, sagte der Torhüter. Für den SC war es die einzige Niederlage in acht Spielen in dieser Europa-League-Saison. 

Mehr Regenerationszeit

Die Breisgauer verschaffen sich durch das Abschneiden etwas mehr Regenerationszeit, ehe sie im Achtelfinale auf Brann Bergen, Dinamo Zagreb, den FC Bologna oder KRC Genk treffen könnten. Klar ist bislang nur, dass sie im Rückspiel des Achtelfinales am 19. März Heimrecht haben werden. Die Auslosung findet am 27. Februar statt.

«Für uns war es das Wichtigste, dass wir unter die besten Acht gekommen sind, dass wir uns dadurch eben zwei normale Wochen erspielt haben. Das kann sehr viel wert sein, weil wir im Frühling immer noch in drei Wettbewerben vertreten sind. Das ist großartig für uns, darüber sind wir sehr froh», sagte Schuster.

Bereits am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gastiert der Sport-Club im baden-württembergischen Landesduell beim Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart, der anders als die Freiburger in der Europa League in die Zwischenrunde muss.

Am Sonntag in Stuttgart

«Das ist dann ein anderer Wettbewerb, das kann man dann nur schwer vergleichen. Im Endeffekt nehmen wir aber gerne das Ergebnis mit der Tabelle mit», sagte Abwehrchef Matthias Ginter. «Trotzdem wissen wir, dass ein Spiel in Stuttgart immer schwierig ist. Ich würde aber nicht sagen, dass einer einen Vor- oder Nachteil hat.» Ein Duell der beiden Clubs in der Europa League ist derweil frühestens im Halbfinale möglich.

Nach dem 3:1-Hinspielerfolg der Freiburger in der Bundesliga dürften die Schwaben ihre Gäste jedoch mit Wut im Bauch empfangen. Welche Wechsel Schuster vornehmen wird, hängt davon ab, wie seine Schützlinge die Partie in Lille verkraftet haben. 

Nicht mehr zum Aufgebot gehören wird Eren Dinkci. Der 24-Jährige kehrt bis Saisonende auf Leihbasis zum 1. FC Heidenheim zurück. Das Trikot des FCH trug er bereits in der Saison 2023/24.