Vertragsende

«Großer, großer Trainer»: Fischer hätte Veto eingelegt

Peter Fischer äußert sein Bedauern über den Abgang von Oliver Glasner. Den Erfolgscoach hält er für einen «großen, großen Trainer». Den Frust der Fans kann er verstehen.

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer kann den Unmut der Fans nach der angekündigten Trennung von Oliver Glasner bestens nachvollziehen. «Ich habe hohes Verständnis dafür, dass der Fan sagt: Seid ihr bekloppt? Ich könnte auch verstehen, wenn wir den Pokal holen und in Berlin jemand sagt: Seid ihr doof?», sagte Fischer am späten Samstagabend im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF. Der Verein hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich die Wege nach der Spielzeit trennen. Fischer nannte Glasner «einen großen, großen, großen Trainer. Wir haben unter ihm die großen Spiele gewonnen.»

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Der 48 Jahre alte Österreicher führte die Eintracht 2022 zum Europa-League-Titel. In dieser Saison steht der Verein im Pokalfinale, das am 3. Juni in Berlin gegen RB Leipzig stattfindet. Die Trennung sei «schwer vermittelbar», gestand Fischer mit Blick auf die Erfolge in den Pokalwettbewerben ein. Glasner hatte bei der Eintracht noch einen Vertrag bis Sommer 2024. Zuletzt gab es aber immer wieder Missstimmungen.

«Wenn ich wirklich ehrlich bin: In dem Moment hätte ich ein Vetorecht eingelegt. Nachdem wir uns dann aber lange zusammengesetzt und stundenlang diskutiert haben und über viele Einzelheiten gesprochen haben, habe ich gesagt: Jawoll, ich verstehe das», sagte Fischer. 

Inzwischen habe er Verständnis für die Entscheidung und würde «sie so unterschreiben». Bislang ist nicht bekannt, wer auf Glasner folgt. Der Trainer selbst will sich frühestens nach dem Pokalfinale wieder zu seiner Zukunft äußern.