Prozess

Haftstrafe für Kapitalanlagebetrüger: Mithäftling betrogen

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einer Serie von Kapitalanlagebetrügereien ist ein 52 Jahre alter und mehrfach einschlägig vorbestrafter Mann am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht ging von sechs Einzeltaten mit einem Gesamtschaden von mehr als 150.000 Euro aus. Der 2013 wegen ähnlicher Taten mit weit höherem Schaden zu acht Jahren und neun Monaten Haft verurteilte Mann hatte bereits im Justizvollzug Mithäftlingen eine angeblich lukrative Geldanlage angeboten, bei der jährliche Renditen von bis zu 100 Prozent zu erzielen seien. Nach seiner Haftentlassung sahen die Anleger von ihrem Geld jedoch nichts wieder (AZ 7310 Js 211764/20).

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Strafmildernd wurde die Leichtgläubigkeit der Anleger angerechnet. Der größte Einzelschaden belief sich auf rund 50.000 Euro. Vor Gericht hatte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das eingezahlte Geld, das angeblich in Aktien und Optionen angelegt werden sollte, hatte er für private Zwecke verwendet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.