Kreisfreiheit

Hanau: Millionenplus dank Eigenständigkeit

Mehr als 16 Millionen Euro extra: Wie die Stadt von ihrer Kreisfreiheit profitiert und was das für Schulen, Kitas und Straßen bedeutet.

Seit dem 1. Januar 2026 ist Hanau offiziell kreisfrei. Damit profitiert die Stadt von höheren Zuweisungen des Bundes und des Landes. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Seit dem 1. Januar 2026 ist Hanau offiziell kreisfrei. Damit profitiert die Stadt von höheren Zuweisungen des Bundes und des Landes. (Archivbild)

Hanau (dpa/lhe) - Dass Hanau seit dem 1. Januar eigenständig ist, macht sich nach Angaben der Stadt bereits finanziell positiv bemerkbar. Nach ersten Mitteilungen des Landes Hessen erhalte Hanau aus der ersten Tranche des Sondervermögens Infrastruktur des Bundes ein Kontingent von rund 51,85 Millionen Euro, berichtet die Stadtverwaltung. 

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Nach eigenen Berechnungen der Stadt sowie nach Berechnungen des Hessischen Städtetages hätte Hanau als kreisangehörige Stadt lediglich mit einem Kontingent von rund 35 bis 36 Millionen Euro rechnen können. Durch die Kreisfreiheit stünden Hanau damit rund 16 Millionen Euro mehr für Investitionen zur Verfügung, erklärte die Stadt. 

«Bares Geld für Schulen, Kitas»

«Das ist kein theoretischer Vorteil, sondern bares Geld für Schulen, Kitas, Straßen, Sicherheit und viele weitere Bereiche, die unmittelbar die Lebensqualität in unserer betreffen», sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Eine zweite Tranche aus den Mitteln des Bundes wird für 2029 erwartet.

Die rund 100.000 Einwohner zählende Stadt hatte zu Jahresbeginn den Main-Kinzig-Kreis verlassen. Es war das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass eine vormals kreisangehörige Stadt in dem Bundesland eigenständig wurde. Mit der Eigenständigkeit hat Hanau größere Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch zahlreiche Aufgaben übernommen.