Hauptzollamt Gießen deckt Millionen-Schäden auf
Im Kampf gegen Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug hat der Zoll in Nord-, Ost- und Mittelhessen vergangenes Jahr mehr als 850 Arbeitgeber überprüft. Im Visier hatten die Beamten bestimmte Gewerbe.
Gießen (dpa/lhe) - Das Hauptzollamt Gießen hat vergangenes Jahr Schäden für die Sozialversicherungs- und Steuerkassen in Höhe von rund 13 Millionen Euro aufgedeckt. In Nord-, Ost- und Mittelhessen hätten die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit 858 Arbeitgeber und 11.670 Personen überprüft, teilte das Hauptzollamt mit. Dabei ging es um Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug.
Hauptsächlich seien das Baugewerbe, das Hotel- und Gaststättengewerbe, das Spedition-, Transport- und Logistikgewerbe, das Gebäudereinigungsgewerbe sowie Nagelstudios überprüft worden. Schwerpunkt sei der Kampf gegen organisierte Formen von Schwarzarbeit gewesen.
Im Ergebnis seien 3.543 Strafverfahren und 2.094 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Oft seien umfangreiche Ermittlungen die Folge gewesen. Die Gerichte hätten aufgrund dessen im vergangenen Jahr Geldstrafen in Höhe von rund 830.000 Euro und Freiheitsstrafen von insgesamt 260 Monaten verhängt. Zudem seien Geldbußen und Verwarngelder in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro ausgesprochen worden.