Künstliche Intelligenz

Herausforderung KI: Wie Hochschulen mit Betrug umgehen

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können Studierende in Sekundenschnelle Arbeiten schreiben. Müssen langfristig Prüfungsformate überdacht werden?

Die hessischen Hochschulen haben keine einheitlichen Regelungen im Umgang mit KI-Betrug. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die hessischen Hochschulen haben keine einheitlichen Regelungen im Umgang mit KI-Betrug. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Hessische Hochschulen haben keine einheitlichen Regelungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). 

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An einigen Hochschulen sind bisher keine Fälle bekanntgeworden, bei denen Studenten KI benutzt und damit gegen Regeln verstoßen haben. Andere Hochschulen setzen auf Prävention statt Kontrolle. Eine Universität testet ein Tool zur KI-Erkennung und eine andere Hochschule verfolgt eine offene Strategie: Dort sollen dokumentieren Studierende, wie sie KI in ihren Arbeiten eingesetzt haben.

Das Wissenschaftsministerium sieht aktuell keinen Bedarf für landesweite Regelungen - die Hochschulen sollen selbst entscheiden, wie sie mit KI umgehen. Entscheidend sei, wie viel Eigenleistung Studierende einbringen, hieß es. Prüfungsformate müssten jedoch an die neuen Entwicklungen angepasst werden, so das Ministerium.

Auch Studierende fordern Veränderungen: Tjark Kandulski vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universität plädiert für weniger Leistungsdruck und modernere Prüfungsformen. «Wenn Bildung ernsthaft gefördert wird, würden Studierende KI eher als Unterstützung und nicht als Ersatz nutzen», betont er.