Ausflugstipps

Herbstmärkte in Hessen: Wo sich ein Besuch besonders lohnt

Ob Mittelalter, Pferdeschau oder vorzeitiger Winterzauber - in den kommenden Tagen locken allerlei Herbst- und andere Märkte Besucherinnen und Besucher an die Buden.

Wer nicht bis zum Advent warten mag, um auf einem Weihnachtsmarkt Glühwein zu trinken, wird auch jetzt schon auf Märkten in Hessen fündig. (Symbolbild) Foto: Michael Brandt/dpa
Wer nicht bis zum Advent warten mag, um auf einem Weihnachtsmarkt Glühwein zu trinken, wird auch jetzt schon auf Märkten in Hessen fündig. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Von vorgezogenem Weihnachtszauber über mittelalterliche Märkte bis zur großen Kirmes: In Hessen gibt es in den kommenden Wochen viel zu entdecken. Welche Märkte sich für Familien, Fans regionaler Produkte und Liebhaber stimmungsvoller Atmosphäre anbieten - und was Besucher dort erwartet. Ein Überblick in chronologischer Reihenfolge.

Laubach: Weihnachtsstimmung schon im Oktober

22. bis 25. Oktober

Wer nicht bis zum Advent warten möchte, kann beim Winterzauber in Laubach im Vogelsberg auf seine Kosten kommen. Die gräfliche Familie zu Solms-Laubach öffnet dafür ihr Schloss und lädt zu einem frühwinterlichen Erlebnis ein. Ein beleuchteter Park, Stelzenläufer in winterlichen Kostümen, gebrannte Mandeln und Feuerzangenbowle sollen für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 13 Euro.

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Kalter Markt in Ortenberg: Tradition trifft Kirmes

23. bis 27. Oktober

Ein Klassiker unter den hessischen Herbstveranstaltungen ist der Kalte Markt in Ortenberg im Wetteraukreis. Die Wurzeln des nach Veranstalterangaben größten Volksfestes Oberhessens reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Besucher erwartet eine Mischung aus Vergnügungspark, Imbissbuden und Krammarkt mit rund 350 Händlern. Als Höhepunkt gilt der traditionelle Pferdemarkt. 

Casseler Freyheit: Straßenkunst und verkaufsoffener Sonntag

29. Oktober bis 1. November

Der ungewöhnliche Name «Casseler Freyheit» steht für vier Tage Straßenkunst, Marktbetrieb und regionale Spezialitäten vom 29. Oktober bis zum 1. November in der Kasseler Innenstadt. Auf dem Programm stehen Straßenkunst, regionale Spezialitäten, Fahrgeschäfte, Musik und Auftritte von Steampunk-Figuren. Wer den Marktbesuch mit einem Einkaufsbummel verbinden möchte, hat dazu am Allerheiligensonntag Gelegenheit: Die Geschäfte in der Innenstadt öffnen von 13 bis 18 Uhr. Die Tradition der Veranstaltung geht nach Angaben der Organisatoren auf das Jahr 1336 zurück.

Martinsmarkt in Villmar: Mittelalter, Fantasy und Halloween

31. Oktober und 1. November

Wer historische Handwerkskunst und fantastische Figuren mag, sollte sich dieses Wochenende vormerken. In Villmar im Kreis Limburg-Weilburg findet erstmals ein Martinsmarkt in dieser Form statt. Schmiede und Glasbläser zeigen ihr Handwerk, dazu kommen Gaukler, Händler und Live-Musik mit Schalmeien, Sackpfeifen und Drehleiern. Die Tageskarte kostet für Erwachsene zehn Euro. Wer passend zum Marktmotto in besonderer Gewandung erscheint, zahlt acht Euro.

Allerheiligenmarkt in Hungen: Krämermarkt und Schlemmermeile

1. November

Wer es etwas gemütlicher mag, kann den Allerheiligenmarkt in Hungen im Kreis Gießen besuchen. Die Stadt führt dessen Tradition auf das Jahr 1361 zurück. Geplant sind ein Krämermarkt in der Innenstadt, Fahrgeschäfte im Bürgerpark und eine Schlemmermeile am Backhaus.

Hochheimer Markt: Kirmes, Viehmarkt und Pferdeschau

6. bis 10. November

Ein besonders großes Programm bietet der Hochheimer Markt. Nach Angaben der Stadt zieht die Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet rund eine halbe Million Besucher an und zählt damit zu den größten Herbstmärkten Deutschlands. Vom 6. bis 10. November erwartet die Besucher eine Mischung aus Kirmes und Viehmarkt. Für Kinder gibt es unter anderem Ponyreiten, außerdem ist eine Pferdeschau geplant. 

Martinsmarkt in Dieburg: Kunsthandwerk und Lichterglanz

6. bis 8. November

Vom 6. bis 8. November findet im südhessischen Dieburg der traditionelle Martinsmarkt statt. Mehr als 130 Stände und Fahrgeschäfte laden zum Bummeln ein. Glühwein und festliche Beleuchtung sorgen für vorweihnachtliche Atmosphäre. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Schlosspark: Dort können Besucher Handwerkern wie Töpfern, Bogenbauern und Glasbläsern über die Schulter schauen.