Kriminalität

Herrmann: Verdächtiger hatte es auf Kinder abgesehen

Mehrere Menschen werden in einem Park in Aschaffenburg angegriffen. Ein Kleinkind und ein Erwachsener sterben. Drei weitere Personen werden teils schwer verletzt.

Nach der Gewalttat sind noch viele Fragen offen. Foto: Ralf Hettler/dpa
Nach der Gewalttat sind noch viele Fragen offen.

Aschaffenburg (dpa) - Der mutmaßliche Gewalttäter von Aschaffenburg hatte es auf eine Kindergartengruppe abgesehen. Dies sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach seiner Begehung des Tatortes in einem Park in der Innenstadt. Der 28-Jährige habe mit einem Küchenmesser die Kinder attackiert und einen zweijährigen Jungen marokkanischer Abstammung tödlich verletzt. Ein 41 Jahre alter Passant, der dazwischengegangen sein soll, wurde laut Herrmann ebenfalls von dem Verdächtigen tödlich verletzt. 

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Eingreifen des Passanten bewahrte weitere Kinder vor dem Tod 

Der Verdächtige sei nach der Tat von weiteren Passanten verfolgt und später von der Polizei festgenommen worden. Herrmann hob darüber hinaus in seinem Statement hervor, dass durch das mutige Einschreiten der Passanten «weitere Kinder vor dem Tod bewahrt» wurden.

Zudem habe der Afghane nach bisherigen Ermittlungen ein zweijähriges Mädchen verletzt, das aus Syrien stammt. Es sei mit drei Messerstichen im Halsbereich ins Klinikum Aschaffenburg gebracht worden. Zudem habe dort ein 61-Jähriger wegen Stichverletzungen im Brustkorb operiert werden müssen. Eine Erzieherin habe sich auf der Flucht vor dem Täter den Arm gebrochen und sei ebenfalls in die Klinik gebracht worden. Alle drei seien außer Lebensgefahr.