Arbeitsmarkt

Hessen plant «Überholspur» für ausländische Fachkräfte

Das Land will mit einer neuen Stelle die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland vereinfachen und beschleunigen. Was soll das bringen?

Gesundheitssystem und Pflege sind besonders auf ausländische Fachkräfte angewiesen. (Symbolbild) Foto: Oliver Dietze/dpa
Gesundheitssystem und Pflege sind besonders auf ausländische Fachkräfte angewiesen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Kampf gegen Fachkräftemangel will Hessen verstärkt auf Arbeitskräfte aus dem Ausland setzen. Im Herbst 2026 soll beim Regierungspräsidium Darmstadt die neue Zentrale Stelle für Fachkräfteeinwanderung Hessen (ZFEH) regulär ihre Arbeit aufnehmen, wie das Innen- und das Arbeitsministerium in Wiesbaden mitteilten.

Diese Stelle soll mit einem beschleunigten Fachkräfteverfahren, genannt «Fast Lane» (Überholspur), bei der Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland aufs Tempo drücken. Dabei sollen «Bearbeitungszeiten verkürzt und Planungssicherheit für Unternehmen und Fachkräfte geschaffen werden», hieß es weiter.

Ohne ausländische Fachkräfte wirtschaftliche Verluste?

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Innenminister Roman Poseck (CDU) und Arbeitsministerin Heike Hofmann (SPD) erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung: «Deutschland und Hessen sind wegen des Fachkräftemangels auch auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Ohne sie könnten zahlreiche Stellen nicht besetzt werden, was letztendlich auch zu wirtschaftlichen Verlusten führen würde.»

Fachkräfte aus dem Ausland trügen zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben bei. «Darüber hinaus bringen internationale Arbeitskräfte neben ihren Qualifikationen auch neue Perspektiven, Erfahrungen und Ideen mit, von denen unsere Unternehmen profitieren können», betonten beide Minister.