Drogenhilfe

Hessen prüft sogenanntes Drug-Checking

In Hessen starben im vergangenen Jahr mehr als 100 Menschen wegen Drogen. Das Land prüft derzeit ein Hilfsangebot zur Beratung der Konsumenten und Untersuchung von Drogen.

Neue Einrichtungen könnten Süchtigen helfen. (Symbolbild) Foto: Felix Zahn/dpa
Neue Einrichtungen könnten Süchtigen helfen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessen prüft in seiner Drogenpolitik die Einführung des sogenannten Drug-Checkings. Mit den Einrichtungen können in Drogen besonders gesundheitsgefährdende Stoffe entdeckt werden und Konsumenten erhalten eine Beratung. Eine Grundlage für den Erlass einer Drug-Checking-Verordnung sei erst im Juli 2023 geschaffen worden, teilte Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der FDP mit. «Das weitere Vorgehen für Hessen befindet sich aktuell noch in der Prüfung.» In anderen Bundesländern wie zu Beispiel Berlin, gibt es solche Einrichtungen.

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«Im vormaligen Sozialministerium gab es bereits Entwürfe für eine Drug-Checking-Rechtsverordnung, die jedoch in der letzten Legislaturperiode nicht finalisiert wurden», sagte Stolz. Es gebe im Betäubungsmittelgesetz bestimmte Voraussetzungen für eine solche Verordnung. «Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben muss eine für Hessen passende, sinnvolle Lösung erarbeitet werden.»

Hessenweit wurden im vergangenen Jahr nach Polizeiangaben 119 Drogentote registriert und damit deutlich mehr als in den Vorjahren. Im Jahr 2022 waren es 97, im Jahr davor 79 und im Jahr 2020 91. Die meisten Menschen starben am Langzeit-Konsum von Amphetamin und Methamphetamin - also etwa Speed, Kokain, Crystal Meth oder an Mischkonsum.