Historischer Abend - Freiburg vertraut «gewohnten Abläufen»
Der SC Freiburg steht vor dem größten internationalen Spiel der Vereinsgeschichte. Wie Schuster einen kühlen Kopf bewahren will, was er zu Nagelsmann sagt und was ein Heimsieg bedeuten würde.
Freiburg (dpa) - Vor dem größten internationalen Auftritt der Vereinshistorie des SC Freiburg möchte sich Trainer Julian Schuster von der riesigen Euphorie im Umfeld nicht leiten lassen. «Allen anderen ist es maximal erlaubt, dieses Spiel so groß wie möglich zu machen», sagte der 41-Jährige vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Sporting Braga am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL).
Es sei das Schöne am Fußball, dass er verbinde. Wegen der Kraft des Fußballs sei in der Fußballstadt Freiburg die Verbundenheit «ungemein groß».
Man werde auf der Straße öfter angesprochen, die Nachfrage nach Karten steige maximal. «Es sind eh schon so besondere Umstände, deshalb benötigen wir vor allem auch von unserer Herangehensweise nichts Besonderes, sondern können unseren gewohnten Abläufen vertrauen», sagte Schuster.
Die Ausgangslage
Mit einem Heimsieg kann der Fußball-Bundesligist erstmals in ein Europapokal-Endspiel einziehen. Allerdings müssen die Breisgauer eine 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel vor einer Woche in Portugal wettmachen. Im Erfolgsfall wäre im Endspiel am 20. Mai in Istanbul Nottingham Forest oder Aston Villa der Gegner.
Kein Nagelsmann-Besuch?
Es komme auch darauf an, nicht zu viel nachzudenken, sagte Abwehrchef Matthias Ginter. «Einfach ins Machen kommen. Ich wünsche es mir einfach, vor allem für die Leute, dass sie das Gefühl mal bekommen, einen Titel zu gewinnen», sagte der frühere Nationalspieler, der 2014 ohne einen Einsatz Weltmeister wurde und sich noch für das WM-Aufgebot empfehlen möchte.
Bundestrainer Julian Nagelsmann wird nach Club-Angaben am Donnerstag nicht im Stadion erwartet. «Verzeiht mir, dass ich mir keine Gedanken über den Terminkalender des Bundestrainers mache», sagte Schuster. Er wisse, was seine Spieler leisten können und die Leistung werde nicht davon beeinflusst, wer im Stadion sitze. «Von daher wird das uns auch nicht helfen, wenn er da ist oder nicht da ist.»