Hitzewelle

Hitze belastet Wildtiere - So können Sie helfen

Hitze und Trockenheit machen auch den Wildtieren in Hessen zu schaffen. Wie Vögel, Igel und Eichhörnchen im Garten oder auf dem Balkon mit einfachen Mitteln unterstützt werden können.

Vögel freuen sich über eine Abkühlung. (Symbolbild) Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa
Vögel freuen sich über eine Abkühlung. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Angesichts der Hitze rufen hessische Naturschützer dazu auf, ein besonderes Augenmerk auf die Wildtiere zu haben. Während natürliche Quellen wie Bäche, Tümpel oder Pfützen austrockneten, steige der Wasserbedarf von Tieren wie Gartenschläfern, Igeln, Vögeln und auch Bienen. «Eine einfache Möglichkeit, ihnen zu helfen, ist das Aufstellen von Tränken», sagte Josephin Bruhn, Naturschutzreferentin vom BUND Hessen.

Ideal seien mehrere flache Wasserschalen aus Ton, Stein oder Keramik an unterschiedlichen Stellen. Für Igel und andere Kleintiere sollten sie auf dem Boden platziert werden und gut erreichbar sein. Vogeltränken hingegen würden am besten erhöht, da Vögel am Boden leichter zur Beute von Katzen werden könnten. 

Zugänge für Insekten schaffen

Auch Insekten seien auf Wasser angewiesen. «Jede offene Wasserstelle sollte mit einem Ast, Stein oder Stück Holz als Landeplatz und Rettungsinsel für Insekten ausgestattet werden», erklärte unlängst Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des Nabu Hessen. Und: «Wassertränken bieten eine hervorragende Möglichkeit zum Beobachten, wenn Gartenvögel kurz zum Trinken einfliegen oder sich in Gruppen zum ausgiebigen Planschen einfinden.»

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Damit die Wasserstelle nicht zur Keimschleuder werde, sollte das Wasser täglich gewechselt und die Tränke gereinigt werden. Zudem sollten die Wasserstellen möglichst nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen.

Gärten naturnah gestalten - Hecken erst später schneiden

Laut den Naturschützern profitieren Wildtiere bei Hitze auch von naturnah gestalteten Gärten. Ein selten gemähter, höherer Rasen speichere mehr Feuchtigkeit und könne helfen, die Umgebung zu kühlen, sagte Bruhn. Noch besser wäre ein Kräuterrasen oder eine Wildblumenwiese, «da beide Varianten widerstandsfähiger gegenüber langanhaltender Trockenheit sind und zugleich zahlreichen Insekten wertvolle Nahrung bieten.»

Und Sommerhage warnte davor, in der aktuellen Hitzeperiode Hecken zu schneiden. Viele Wildtiere würden sich in das kühlende Grün zurückziehen und dort auf den angenehmeren Abend warten. Generell sollten Hecken erst nach der Brutzeit der Vögel ab Ende Juli wieder gekürzt werden.