Hochrheinstrecke gesperrt - das müssen Bahnreisende wissen
Die Hochrheinbahn wird elektrifiziert - für viele Monate ist ein Großteil der Strecke dicht. Was das für Pendler und Reisende bedeutet.
Rheinfelden (dpa/lsw) - Auf beinahe der gesamten Strecke der Hochrheinbahn rollen ab Sonntag keine Züge mehr. Zwischen Rheinfelden (Landkreis Lörrach) und dem Bahnhof Erzingen in Klettgau (Landkreis Waldshut) muss wegen umfangreicher Bauarbeiten für einige Monate auf Ersatzbusse ausgewichen werden.
Strecke wird elektrifiziert
Grund dafür ist die Elektrifizierung der gesamten Hochrheinbahnstrecke zwischen Basel und Erzingen sowie die Reaktivierung der Wutachtalbahn, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Abschnitt Waldshut – Erzingen soll im März 2027 wieder geöffnet werden, der Abschnitt Rheinfelden – Waldshut im Juli 2027.
In Rheinfelden, Bad Säckingen und Waldshut ist für Fahrgäste ab Sonntag ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Die Haltestellen sind entsprechend beschildert. Fahrgästen soll dort angezeigt werden, in welche Richtung die Busse fahren und ob es sich dabei um die Ersatzbusse für den Regionalexpress RE30 oder die Regionalbahn RB30 handelt. Auf der Strecke Basel-Waldshut-Erzingen fahren die Busse im 30-Minuten-Takt. Im Wutachtal wurde demnach ein vollständiger SEV im 120-Minuten-Takt eingerichtet.
Neue Haltepunkte und barrierefreie Stationen
Neben dem Bau einer neuen Oberleitung entstehen drei neue Haltepunkte in Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut–West. Die Stationen Waldshut, Lauchringen und Tiengen werden der Bahn zufolge grundlegend umgebaut. Sämtliche Stationen der Hochrheinstrecke sollen zudem barrierefrei werden. Nach dem Umbau fahren statt der alten Dieselzüge moderne und leisere Elektrozüge. Außerdem soll der Fahrtakt dichter werden.
Die Hochrheinbahn verbindet die badischen Landkreise Waldshut und Lörrach mit dem Wirtschaftszentrum Basel in der Schweiz. Das macht sie zu einer wichtigen Strecke für Pendler.
Insgesamt rund 434 Millionen Euro fließen in das Mammutprojekt. Die Schweiz beteiligt sich mit 50 Millionen Franken (etwa 54,5 Millionen Euro). Bis Dezember nächsten Jahres will die Bahn die Bauarbeiten abgeschlossen haben.