DFB-Pokal

Ilzer lobt Hoffenheimer nach 4:0 und sieht noch Aufgaben

Die Hoffenheimer sind sehr effizient beim Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue. Der Auswärtssieg ist souverän. Vor dem Ligastart in Köln sieht Ilzer noch Verbesserungsbedarf in der Defensive.

Trainer Christian Ilzer von der TSG Hoffenheim sieht einen souveränen Auftritt seines Teams in Aue. Foto: Jan Woitas/dpa
Trainer Christian Ilzer von der TSG Hoffenheim sieht einen souveränen Auftritt seines Teams in Aue.

Aue (dpa) - Reif, effizient und abgeklärt - die Hoffenheimer haben ihre Pokalaufgabe beim Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue mühelos gelöst. Trainer Christian Ilzer sprach nach dem 4:0 von einem «sehr souveränen Sieg». Doch vor dem Bundesligastart an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln hat er noch reichlich Hausaufgaben. «Im Detail sehen wir sehr viel. Ob das jetzt Dinge sind, wie wir verteidigen, wie schnell wir Räume zukriegen, wie schnell wir Druck am Ball ausüben», erklärte der Cheftrainer. 

Zugleich lobte er den mutigen Auftritt der Erzgebirger: «Ein Kompliment an unseren Gegner. Es war ein sehr mutiger und engagierter Gegner, das hatte uns die Anfangsphase in der ein oder anderen Situation absolut gezeigt. Es hätte durchaus einen Elfmeterpfiff geben können, da hatten wir Glück gehabt – und auch weil wir dann in den richtigen Momenten die Tore gemacht haben, um dem Gegner die Hoffnungen zu nehmen.» 

Doppelpack durch Wimmer

Die Hoffenheimer, bei denen statt Kapitän und Fußball-Nationaltorhüter Oliver Baumann Luca Philipp im Tor stand und Stürmer Fisnik Asllani (Aufbautraining) fehlte, gerieten gleich in der ersten Minute unter Druck. Aues Willi Kamm schoss Neuzugang Mats Rots an, die Gastgeber forderten vehement Elfmeter - vergebens. Die Antwort des Erstligisten ließ nicht lange auf sich warten. Patrick Wimmer (5. Minute) hielt aus elf Metern drauf und zwang Aues Routinier Martin Männel, der für Eigengewächs Max Uhlig ran durfte, zur ersten Parade. Eine Minute später hämmerte der Österreicher den Ball aus Nahdistanz von rechts ins Netz zur frühen Führung. 

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«Es hat uns gutgetan, dass wir früh das 1:0 erzielt haben, damit die Fans nicht ins Spiel kommen. Ich bin natürlich sehr glücklich. Wir haben über das ganze Spiel nichts anbrennen lassen. Aue hatte erst in der Nachspielzeit die erste gute Chance», sagte Wimmer. 

Dann blieb ein Foulspiel von Ozan Kabak an Aues Kapitän Marcel Bär im Mittelfeld ungeahndet, Wouter Burger (17.) nutzte den Steilpass von Wimmer und schob zum 2:0 für die Kraichgauer ein. Aue spielte dennoch gut mit, überbrückte schnell das Mittelfeld, oft war nur der letzte Pass zu ungenau. So gab es auch nach einer halben Stunde keinen Torschuss. Aber auch die Hoffenheimer sündigten: Tim Lemperle (36.) verpasste die Vorentscheidung mit dem 3:0, als er von halblinks im Strafraum Männel anschoss. Dann landete der Ball nach einer verunglückten Abwehraktion der Auer am Fuß von Wimmer, der aus elf Metern zum 3:0 (45.+1) traf. Effizienter geht es kaum. 

Jokertor von Moerstedt 

Der eingewechselte Max Moerstedt erzielt für Hoffenheim das 4:0. Foto: Jan Woitas/dpa
Der eingewechselte Max Moerstedt erzielt für Hoffenheim das 4:0.

«Ein Erstrundenauftritt im Pokal birgt durchaus Gefahr. Das haben wir heute auch im Ansatz gemerkt. Aber wir waren dann gut genug, um die vielen Gefahren, die solch ein Erstrundenspiel mit sich bringt, rechtzeitig abzuwenden», meinte Ilzer, der schon in der Pause dann «ein paar Dinge nachkorrigiert» hatte. 

Es gebe ein paar Defensivthemen, offensiv war er mit vielen Dingen zufrieden, bilanzierte er. Der nach einer Stunde eingewechselte Max Moerstedt (63.) traf zwei Minuten später zum Endstand.