Kinder

Impfpflicht gegen Masern wirkt

Eine Krankenkasse hat sich angeschaut, wie sich die Impfbereitschaft entwickelt hat. Die Barmer warnt davor, die Krankheit zu unterschätzen.

Seit 2020 müssen Kinder gegen Masern geimpft sein. (Archivbild) Foto: Friso Gentsch/dpa
Seit 2020 müssen Kinder gegen Masern geimpft sein. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Seit Einführung der Impfpflicht gegen Masern ist die Zahl der ungeschützten Kinder gesunken. Dies geht aus dem aktuellen Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer hervor, in dem Impfquoten von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr untersucht wurden. 

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Seit 2020 müssen alle Kinder ab einem Jahr gegen Masern beim Eintritt in Kindergarten oder Schule immunisiert sein. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen nötig. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, ist eine Immunisierungsrate von mindestens 95 Prozent nötig.

2018 waren laut Barmer-Report in Hessen acht Prozent der Zweijährigen völlig ungeimpft. 2022 lag dieser Wert nur noch bei vier Prozent. Neuere Zahlen liegen nicht vor. «Ohne ausreichende Impfquote gibt es auch in Hessen ein reelles Risiko für regionale Masernausbrüche mit erheblichen Gesundheitsfolgen», sagt die Barmer. 

Untersucht wurden anonymisierte Abrechnungsdaten von bundesweit knapp 160.000 bei der Barmer versicherten Kindern im Alter bis zu sechs Jahren im Zeitraum von 2016 bis 2022.