Verbraucherpreise

Inflation in Hessen verliert deutlich an Tempo

Die Teuerungsrate in Hessen sinkt auf den geringsten Wert seit August 2021. Überdurchschnittlich stark steigen aber auch im Oktober die Nahrungsmittelpreise.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Inflation in Hessen hat sich im Oktober deutlich abgeschwächt. Die Verbraucherpreise lagen um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Es war den Angaben zufolge der geringste Wert seit August 2021. Im September hatte die Teuerungsrate noch bei 4,7 Prozent und im August bei 6,0 Prozent gelegen.

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Erstmals seit Februar 2021 waren den Angaben zufolge Energieprodukte im Schnitt günstiger als im Vorjahresmonat (minus 0,8 Prozent). Deutlich billiger als ein Jahr zuvor waren beispielsweise Heizöl (minus 27,7 Prozent) und Fernwärme (minus 18,8 Prozent). Erdgas kostete 12,3 Prozent weniger als im Oktober 2022. Kraftstoffe verbilligten sich im Schnitt um 8,5 Prozent. Strom verteuerte sich hingegen um 19,1 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 5,7 Prozent und damit erneut überdurchschnittlich stark. Der Anstieg fiel aber geringer aus als in den Vormonaten. Vor allem für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 10,2 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 10,1 Prozent) sowie für Obst (plus 7,9 Prozent) mussten Verbraucher und Verbraucherinnen spürbar mehr bezahlen als im Vorjahresmonat.

Im öffentlichen Nahverkehr dämpfte das im Mai 2023 eingeführte Deutschlandticket die Inflation.

Im Vergleich zum September dieses Jahres sanken die Verbraucherpreise im Oktober um 0,1 Prozent. Billiger als im Vormonat waren beispielsweise Kraftstoffe und Pauschalreisen. Flüge, Bekleidungsartikel und Übernachtungen verteuerten sich hingegen.