Preise

Inflationsrate in Hessen sinkt - Tankrabatt hilft

Der Tankrabatt zeigt Wirkung: Die Inflation in Hessen geht im Mai zurück. Doch Energie und Dienstleistungen sind deutlich teurer als vor einem Jahr. Selbst der erste Kaffee des Tages kostet mehr.

Kraftstoffe waren im Mai gegenüber April im Schnitt 7 Prozent günstiger. (Symbolbild) Foto: Philip Dulian/dpa
Kraftstoffe waren im Mai gegenüber April im Schnitt 7 Prozent günstiger. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Inflationsrate ist in Hessen auch dank des Tankrabattes gesunken. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Im April hatte die jährliche Teuerung noch bei 2,8 Prozent gelegen, im März bei 2,9 Prozent, dem höchsten Stand seit Dezember 2023. Grund für den nachlassenden Preisdruck seien die seit Anfang Mai reduzierten Energiesteuersätze für Kraftstoffe, erklärte das Statistische Landesamt.

Der Tankrabatt spiegelte sich im Monatsvergleich an den Zapfsäulen wider: Kraftstoffe wurden gegenüber April im Schnitt 7 Prozent günstiger. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mussten Autofahrer aber immer noch tiefer in die Tasche greifen: Diesel kostete fast ein Viertel (24,5 Prozent) mehr, Superbenzin 15,7 Prozent. 

Trotz des Rückgangs bei Kraftstoffen gegenüber April lagen die Energiepreise insgesamt noch deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Sie verteuerten sich im Schnitt um 5,8 Prozent. Besonders deutlich zeigte sich der anhaltende Preisdruck bei Heizöl, das sich im Zuge des Iran-Kriegs um fast die Hälfte (46,8 Prozent) verteuerte.

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Gemüse günstiger, Kaffee teurer

Bei den Lebensmitteln gibt es dagegen eher gute Nachrichten: Im Vergleich zum Vormonat April wurden sie um 1,1 Prozent günstiger, besonders Gemüse mit minus 6,3 Prozent. Insgesamt liegen die Lebensmittelpreise nur leicht um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und wirken damit eher stabilisierend auf die Inflation.

Teurer geworden sind dagegen einzelne Alltagsprodukte: Kaffee war im Mai um gut 9 Prozent, Tabakwaren fast 6 Prozent teurer als vor einem Jahr. Auch Dienstleistungen, zu denen etwa Restaurantbesuche zählen, bleiben ein Preistreiber. Sie verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,8 Prozent.