Wirtschaftslage

Insolvenzen in Hessen knapp unter Bundesschnitt

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Die Unternehmen in Hessen haben sich im ersten Halbjahr 2023 geringfügig widerstandsfähiger gezeigt als im Bundesschnitt. Nach Schätzungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform haben in dem Bundesland von je 10.000 Unternehmen in den sechs Monaten 50 Insolvenz anmelden müssen. Bundesweit waren es nach diesem Maßstab 56 zahlungsunfähige Unternehmen. Hessen liegt damit im Mittelfeld zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit je 35 Firmenpleiten und Berlin, wo durchschnittlich 103 Betriebe in die Zahlungsunfähigkeit gingen.

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Bundesweit registrierte Creditreform zwischen Januar und Juni 8400 Unternehmensinsolvenzen, wie das Unternehmen am Donnerstag berichtete. Das waren 16,2 Prozent mehr als in der ersten Hälfte des Vorjahres und der steilste Anstieg seit 2002. Als Gründe nannte Creditreform-Experte Patrik-Ludwig Hantzsch die hohen Kosten für Energie und Material, gestiegene Zinsen sowie das schlechte Konsumklima. Auch würden für zahlreiche Betriebe die zur Rückzahlung anstehenden Corona-Hilfen zum Bumerang. Nach Jahren sinkender Insolvenzzahlen habe sich der Trend gedreht.