Jagd

Jägertag: Verschärfung des Waffenrechts trifft die Falschen

Fulda (dpa) - Der Deutsche Jagdverband sieht eine mögliche Verschärfung des Waffengesetzes kritisch. Beim Bundesjägertag am Donnerstag in Fulda veröffentlichte der Verband ein Positionspapier mit Forderungen an die Politik. «Deutschland hat schon jetzt eines der strengsten Waffengesetze der Welt. Weitere Verschärfungen bringen kaum einen Sicherheitsgewinn. Im Gegenteil: Sie können sogar kontraproduktiv sein», heißt es in dem Papier.

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Zwar seien «gewisse Hürden» für den privaten Waffengebrauch erforderlich, um Missbrauch zu verhindern. Aber «Verschärfungen des Waffengesetzes treffen nur diejenigen, die sich an die Gesetze halten - nicht Kriminelle, Extremisten, Terroristen und andere illegale Waffenbesitzer.»

Nicht fehlende oder unzulängliche gesetzliche Regelungen seien das Problem, sondern eine mangelhafte Anwendung der bestehenden Regelungen. Durch einen immer höheren bürokratischen Aufwand werde die Arbeit der Waffenbehörden erschwert. Diese Kapazitäten fehlten dann für die Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes. Am Bundesjägertag, der am Freitag in Fulda zu Ende geht, nehmen knapp 400 Delegierte teil