Panorama-Rundbau

Konstanz bekommt ab September neue Touristen-Attraktion

250.000 Menschen werden pro Jahr erwartet: In Konstanz lockt bald eine neue Attraktion mit historischem Bezug. Der Rundbau soll bald öffnen.

Die Stadt bekommt eine neue Touristen-Attraktion. (Symbolfoto) Foto: Felix Kästle/dpa
Die Stadt bekommt eine neue Touristen-Attraktion. (Symbolfoto)

Konstanz (dpa/lsw) - Nach rund zwei Jahren Bauzeit soll das neue Asisi-Panorama in Konstanz am 12. September eröffnet werden. In einem mehr als 50 Meter hohen Rundbau am Seerhein präsentiert der Künstler Yadegar Asisi eine rund 3.000 Quadratmeter große Darstellung des Konstanzer Konzils (1414 bis 1418). Eine vergleichbare touristische Attraktion gibt es in Konstanz bislang nicht.

Bezug auf die Geschichte des mittelalterlichen Konzils - allerdings in satirischer Form - nimmt auch die Imperia, eine Skulptur des Bildhauers Peter Lenk, die inzwischen als eines der touristischen Wahrzeichen der Stadt Konstanz gilt.

Das Konzil lockte geistliche und weltliche Machthaber aus ganz Europa an den Bodensee. Ziel war es, die Spaltung der katholischen Kirche zu überwinden. Asisi zeigt die mittelalterliche Stadt während des Konzils als großes Rundbild. Neben politischen und religiösen Persönlichkeiten sollen darin auch Szenen aus dem Alltag der Menschen zu sehen sein. Klang- und Lichteffekte sollen die Wirkung des Panoramas verstärken.

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Eröffnung mehrfach verschoben

Ursprünglich sollte das Panorama bereits im Mai eröffnet werden. Die Fertigstellung des Gebäudes verzögerte sich jedoch. Als Grund nennen die Bauherren die komplexe Konstruktion des mehr als 50 Meter hohen Turms in Hybrid-Holzbauweise.

Ähnliche Rundbilder mit historischem Bezug gibt es in verschiedenen deutschen Städten, unter anderem Berlin, Leipzig, Dresden und Pforzheim. Anders als viele andere Panoramen Asisis entstand in Konstanz eigens ein Neubau. Andere Rundbilder des Künstlers sind etwa in ehemaligen Industriebauten oder Gasometern untergebracht. 

Die Betreiber rechnen mit bis zu 250.000 Besuchern pro Jahr, wie Sebastian Kuhl, der für die künstlerische Kommunikation des Projekts zuständig ist, auf Anfrage mitteilte. Der Eintritt für Erwachsene soll 18,50 Euro kosten, etwa fünf Euro mehr als jener für das vergleichbare Gasometer in Pforzheim. Für Kinder ab sechs Jahren sind zehn Euro vorgesehen. Der ermäßigte Eintritt liegt bei 16,50 Euro.