Gesundheit

Kostenlose Adipositas-Beratung – Gericht stoppt Werbung

Eine Plattform warb für medizinische Adipositasbehandlungen – und lockte mit einer kostenlosen Beratung. Was das OLG Frankfurt in diesem Fall entschieden hat.

In der Werbung waren Adipositasbehandlungen mit kostenloser ärztlicher Beratung angeboten worden. Foto: Pia Bayer/dpa/dpa-tmn
In der Werbung waren Adipositasbehandlungen mit kostenloser ärztlicher Beratung angeboten worden.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine kostenlose ärztliche Beratung im Zusammenhang mit der Vermarktung medizinischer Leistungen ist laut einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt unlauter. Diese kostenlose Beratung stelle eine verbotene Zuwendung dar und sei auch nicht ausnahmsweise zulässig, hieß es vom OLG (Urteil vom 3.9.2026, Az. 6 U 60/26). 

In dem konkreten Fall waren auf einer Internetplattform medizinische Adipositasbehandlungen angeboten und unter anderem mit einer kostenfreien Beratung geworben worden. Dies stellt laut Urteil einen unlauteren Verstoß gegen das Verbot dar, bei einer Werbung für die Behandlung krankhafter menschlicher Beschwerden Zuwendungen anzukündigen.

Dieses im einstweiligen Verfügungsverfahren ergangene Urteil ist nicht anfechtbar. Es ist jedoch möglich, dass im folgenden Hauptsacheverfahren eine andere Entscheidung getroffen wird.

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