DGB-Erhebung

Kräftige Mietsteigerungen auch in hessischen Großstädten

Die Mieterinnen und Mieter in deutschen Großstädten müssen immer tiefer für ihre Wohnung in die Tasche greifen. Die Forderungen, dagegen mehr zu unternehmen, werden lauter.

Frankfurt bleibt einer der teuersten Mietmärkte in Deutschland. Foto: Boris Roessler/dpa
Frankfurt bleibt einer der teuersten Mietmärkte in Deutschland.

Berlin (dpa) - Die Mieten in den 40 größten deutschen Städten sind in den vergangenen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

In den drei hessischen Städten Frankfurt, Wiesbaden und Kassel lagen die Erhöhungen unter dem Bundesschnitt. Gleichzeitig wurde aber in Frankfurt mit 17,79 Euro pro Quadratmeter die zweithöchste Angebotsmiete nach München aufgerufen. Kassel gehört trotz einer Steigerung um 46,8 Prozent mit 10 Euro noch zu den günstigeren Pflastern in der Republik. In Wiesbaden verlangten Vermieter im Schnitt 13,67 Euro. Die bundesweit höchsten Steigerungen gab es in Rostock (+83,0 Prozent) und Berlin (76,9 Prozent). 

DGB verlangt schärfere Regeln gegen Mietwucher 

Anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage, die von diesem Freitag bis Sonntag stattfinden, fordert der aus Nordhessen stammende DGB-Vizechef Stefan Körzell energischere politische Schritte. Nötig seien unter anderem mehr Investitionen in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau und schärfere Regeln gegen Mietwucher. 

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Insbesondere warf Körzell der schwarz-roten Koalition vor, beim Wohngeld kürzen zu wollen. «Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schwächsten an, anstatt endlich diejenigen stärker in die Verantwortung zu nehmen, die über große Vermögen und Erbschaften verfügen», sagte er der dpa.